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Roberto Saviano erhält M100-Medienpreis

Potsdam Roberto Saviano erhält M100-Medienpreis

Der italienische Autor Roberto Saviano erhält für seine mutige journalistische Arbeit über die Mafia den diesjährigen M100 Media Award. Zur Preisverleihung am 15.  September in Potsdam wird als Rednerin unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet.

Roberto Saviano.

Quelle: dpa

Potsdam. Der italienische Autor und Journalist Roberto Saviano erhält den diesjährigen M100 Media Award. Zur Preisverleihung am 15.  September in Potsdam wird als Rednerin unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet, wie der Verein M100 Sanssouci Colloquium Potsdam Media International, der den Preis verleiht, am Mittwoch mitteilte. Die Auszeichnung wird seit 2005 an Menschen vergeben, die „Fußspuren in der Welt hinterlassen haben und sich für Demokratie, Meinungs- und Pressefreiheit einsetzen“, hieß es am Mittwoch.

Ein Leben unter Polizeischutz

Saviano hatte vor zehn Jahren nach aufwendigen Recherchen den journalistischen Roman „ Gomorrha “ über die Mafia und deren weitreichende globale Vernetzung mit der legalen Wirtschaft veröffentlicht. Das Buch wurde mittlerweile verfilmt und diente überdies als Vorlage für eine Fernsehserie. Seit dessen Erscheinen wird Saviano bedroht und lebt unter Polizeischutz.

Giovanni di Lorenzo hält die Laudatio

„Durch seine Recherchen über die Mafia hat sich Roberto Saviano verletzlich gemacht, seinen Mut hat er mit einem Leben im Unsichtbaren bezahlt“, erklärte Giovanni di Lorenzo , Chefredakteur der Wochenzeitung „Die Zeit“, der Mitte September die Laudatio halten wird. Die Preisverleihung erfolgt während der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium, die von der Stadt Potsdam und dem Verein Potsdam Media International als Forum für Journalisten und Medienunternehmen gegründet wurde.

Preisträger 2015 war „Charlie Hebdo“

Den Preis erhielten zuvor das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ und der ukrainische Boxer und Politiker Vitali Klitschko. Auch Kurt Westergaard zählt zu den Preisträgern. Der Zeichner ist durch seine umstrittenen Mohamed-Karikaturen bekannt geworden. Die Karikaturen erschienen in der dänischen Zeitung „Jyllands-Posten“ und lösten weltweit Proteste unter Muslimen aus.

Von MAZ

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