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Brandenburg Roboter aus Wildau holen Innovationspreis
Brandenburg Roboter aus Wildau holen Innovationspreis
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20:01 23.10.2017
Hilfsroboter „Wilma“ und „Bernd“ unterstützen Studierende in Wildau. Quelle: TH Wildau / Bernd Schlütter
Wildau

Brandenburgs Kulturstaatssekretärin Ulrike Gutheil und der Bevollmächtigte des Landes Brandenburg beim Bund, Staatssekretär Martin Gorholt, haben am Montag gemeinsam mit dem Berliner Kulturstaatssekretär Torsten Wöhlert in der Landesvertretung Brandenburg in Berlin den 1. Innovationspreis für Bibliotheken in Berlin und Brandenburg an die Stadtbibliothek Wildau mit dem Projekt „Leseförderung mit handlichen humanoiden Robotern“ vergeben.

Knapp 10.000 Euro Unterstützung

Die Berlin-Brandenburgische Stiftung Bibliotheks-Forschung e.V. vergibt in Zusammenarbeit mit den Ausbildungseinrichtungen und Bibliotheksverbänden der Region erstmals einen Innovationspreis für Bibliotheken der Länder Berlin und Brandenburg. Mit dem Preis wird die Umsetzung eines innovativen Bibliothekskonzeptes mit 10.000 Euro unterstützt. Der Preis soll künftig alle zwei Jahre vergeben werden.

In diesem Jahr waren fünf Projekte von der Jury nominiert: die Stadt- und Landesbibliothek Potsdam mit dem Projekt „Kreative Medien-Workshops direkt in der Schule mit dem Medienmacher-Bibliotheks-Mobil‘ soll Grundschülerinnen und Grundschülern ein Schuljahr lang mit innovativer aufsuchender Bibliotheksarbeit Medienkompetenz vermittelt werden.

Die Bibliotheken

•Stadtbibliothek Wildau: Die Stadtbibliothek Wildau und ihr Kooperationspartner, die TH Wildau als technischer Support, wollen mit dem Projekt ‘Leseförderung mit handlichen humanoiden Robotern‘ einen Roboter zur Bildung eines Tandems von kindlichem Vorleser und nichtmenschlichem Partner einsetzen, um Kinder beim Lesen lernen zu motivieren und zu unterstützen.

•Bibliothek Wirtschaft & Management der TU Berlin: Mit dem Projekt ‘Open Online Course (OOC) zur Erstellung von Systematic Literature Reviews – Methodenkompetenz junger Wissenschaftler/innen fördern‘ lernen Forscherinnen und Forscher der Wirtschaftswissenschaften die Methodik Systematic Literature Review und können so die Qualität ihrer Literaturrecherche erhöhen.

•Stadtbibliothek Pankow: Die ‘Bibliothek der Dinge‘ bietet Gebrauchsgegenstände zum Ausleihen an, die nur selten benötigt werden, wie etwa Akkuschrauber, Tischtennisschläger, Beamer und Nähmaschinen. Die Stadtteilbibliothek möchte damit einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten.

•Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins: Das Projekt ‘Filmfriend – Das Streaming-Portal für Bibliotheken ermöglicht es den Öffentlichen Bibliotheken Deutschlands erstmalig, ihren Nutzenden einen komfortablen Fernzugriff auf ein breites Angebot an Spielfilmen, Serien und Dokumentationen zu bieten.

Brandenburgs Bibliotheken verfügen über beachtliches Potenzial

Gutheil wies anlässlich der Preisverleihung auf die Bedeutung von Wissen und Information in der Gesellschaft hin. „Wissen und Information sind der ‘Rohstoff‘ für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Die Bibliotheken in Brandenburg und Berlin geben mit ihren vielfältigen Angeboten Orientierung in einer zunehmend komplexer werdenden Gesellschaft. Sie sind zudem wichtige Orte kultureller Begegnungen und Kooperationspartner für Kitas, Schulen, Hochschulen und vielen weiteren Bildungs-, Wissenschafts- und Kultureinrichtungen.

Mit seinen Wissenschaftlichen und Öffentlichen Bibliotheken verfügt das Land Brandenburg über ein beachtliches Potenzial, das wir mit jährlich mehr als einer Million Euro unterstützen. Mit dem Preis werden innovative Konzepte der Bibliotheken gefördert, die sich aktuellen Herausforderungen stellen, wie der zunehmenden Digitalisierung, der Entwicklung neuer, insbesondere virtueller Zugänge zum weltweiten Wissen oder der Förderung von Lese- und Medienkompetenz.“

Staatssekretär Martin Gorholt: „Bibliotheken haben eine besondere Bedeutung für die Gesellschaft. Sie sind die am stärksten genutzten Kultur- und Bildungseinrichtungen in Deutschland und Orte des freien Zugangs zu Informationen und Wissen für alle Bevölkerungsgruppen.

Zugleich stehen die Bibliotheken heute vor dem stärksten Umbruch seit mehr als 100 Jahren. Die Beschaffung und Vermittlung von digitalem Wissen nimmt immer mehr zu. Es gilt, die digitale Transformation der Bibliotheken zukunftsgerichtet zu gestalten und den Wandel klug zu begleiten. Umso wichtiger ist es, die Innovationsfähigkeit von Bibliotheken zu fördern und die Entwicklung des klassischen und digitalen Bibliothekswesens zu erforschen.“

Von MAZonline

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