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Rot-Rot besorgt über AfD-Aufschwung

Reaktionen auf Umfrage Rot-Rot besorgt über AfD-Aufschwung

Die rot-rote Regierungskoalition würde laut einer aktuellen Umfrage keine Regierungsmehrheit mehr haben. Die AfD wäre drittstärkste Partei und Ministerpräsident Dietmar Woidke bleibt zwar beliebt, büßt aber an Bonuspunkten ein. Nun beginnt bei den Parteien das Auswerten der Umfrage. Und die Analysen reichen von „erschreckend“ bis „Momentaufnahme“.

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Quelle: dpa

Potsdam. Schlechte Umfragewerte für SPD und Linke, sehr gute für die AfD – das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von „Brandenburg aktuell“ und der „Märkischen Oderzeitung“ haben nun die Parteien die Ergebnisse analysiert.

CDU: Landesregierung hat „kein gemeinsames Zukunftsprojekt“

Die CDU wertet die gesunkene Zustimmung für Rot-Rot in Brandenburg als „herbe Klatsche für Ministerpräsident Woidke und seine Mannschaft“. Generalsekretär Steeven Bretz hob am Donnerstag hervor: „Auch wenn Umfragen stets Momentaufnahmen mit bedingter Aussagekraft sind, bleibt festzuhalten, dass SPD und Linke ihre Regierungsmehrheit verloren haben.“ Die Bürger spürten, dass SPD und Linke „kein gemeinsames Zukunftsprojekt“ hätten.

Umfrage sieht bei der SPD herbe Stimmenverluste

Wären an diesem Sonntag Landtagswahlen, käme die SPD nach einer Umfrage von Infratest Dimap im Auftrag von „Brandenburg Aktuell“ und der „Märkischen Oderzeitung“ auf 29 Prozent (minus 4 Punkte) und die Linke auf 17 Prozent (minus 2 Prozentpunkte). Die rot-rote Koalition unter Dietmar Woidke (SPD) hätte damit keine regierungsfähige Mehrheit mehr. Die CDU bleibt mit 23 Prozent unverändert zweitstärkste Kraft. Die AfD kann demnach kräftig zulegen und kommt auf 20 Prozent. Die Grünen liegen bei 6 Prozent (keine Veränderung).

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bleibt mit Abstand der beliebteste Politiker - büßt allerdings mit 63 Prozent Stimmen (minus 5 Punkte im Vergleich zur letzten Umfrage) ein. An zweiter Stelle folgt Finanzminister Christian Görke (Linke) mit 28 Prozent (minus 2 Punkte).

SPD bezeichnet Aufschwund der AfD als erschreckend

Die SPD hat den aktuellen Umfragewert von 20 Prozent für die AfD in Brandenburg als „erschreckend“ bezeichnet. „Wer seine Zustimmung aus dem Hass gegenüber allem Fremden generiert, schadet dem Ansehen Brandenburgs und wird der übergroßen Mehrheit der Menschen im Land nicht gerecht“, betonte die Generalsekretärin des SPD-Landesverbandes, Klara Geywitz, am Donnerstag.

„Auch wenn wir schon schönere Momentaufnahmen hatten, bleibt die Brandenburger SPD in der aktuellen Umfrage mit großem Abstand stärkste Kraft im Land“, betonte Sozialdemokratin Geywitz.

Linke: AfD-Erfolg ist ein Ausdruck von sozialen Ängsten

Der Zuwachs der rechtspopulistischen AfD in der neuesten Wahlumfrage für Brandenburg ist nach Einschätzung der Linken ein Ausdruck von sozialen Ängsten. „Der jahrelange Abbau sozialer Errungenschaften durch die Bundespolitik hat zu sozialen Verwerfungen, Ängsten und Verunsicherung in weiten Teilen der Gesellschaft geführt“, sagte Linken-Landeschef Christian Görke am Donnerstag. Der Sozialabbau müsse gestoppt werden.

AfD: Nicht nur das Thema Flüchtlinge verfange bei den Wählern

„Es bestätigt, dass wir bei den Brandenburgern angekommen sind“, sagte AfD-Politiker Kai Gersch über den jüngsten Umfragewert. Nicht nur das „Monothema Flüchtlinge“ verfange bei den Wählern. „Wir stehen auch für etwas anderes: eine kritische Haltung den etablierten Parteien gegenüber - und das sehen mehr und mehr Wähler so.“

Von MAZonline

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