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Ruder-EM: Finals starten Sonntag 1 Stunde eher

Zehn deutsche Boote im EM-Finale Ruder-EM: Finals starten Sonntag 1 Stunde eher

Am Tag zwei der Europameisterschaft hat es für die deutschen Ruderer die ersten Rückschläge gegeben. Vier Boote verpassen den Finaleinzug. Vor allem die beiden Einer bereiten Kopfzerbrechen. Zehn weitere kämpfen jedoch noch um die Titel. Doch bei den Finals hat es aufgrund des Wetters nach MAZ-Informationen eine Änderung im Zeitplan gegeben.

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Quelle: dpa-Zentralbild

Brandenburg/Havel. Vier Ausfälle, zehn Finalteilnahmen - die Flotte des Deutschen Ruderverbandes (DRV) geht mit passablen Aussichten in die Endläufe der Ruder-Europameisterschaft. Obwohl es am zweiten Tag der Titelkämpfe auf dem Beetzsee in Brandenburg mehr Schatten als Licht gab, zog DRV-Cheftrainer Marcus Schwarzock ein erstes positives Fazit: „Wir sind zufrieden und wissen, dass wir in einigen Bootsklassen Probleme haben.“ Doch Achtung: Statt 9 Uhr am Morgen sollen die Finals am Sonntag bereits um 8 Uhr starten ! Dem Wind sei dank.

Für den einzigen Sieg am Samstag sorgten Kerstin Hartmann (Ulm) und Kathrin Marchand (Leverkusen). Das Duo aus dem Zweier ohne Steuerfrau verwies die Konkurrenz aus Frankreich im Hoffnungslauf auf Rang zwei. Darüber hinaus sicherten sich fünf weitere Boote einen Startplatz für den Endlauf am Sonntag. Dagegen müssen sich beide Einer, der Zweier ohne Steuermann und der Vierer ohne Steuermann mit dem B-Finale begnügen.

Einer ist bei den Deutschen problematisch

Eine aus deutscher Sicht problematische Bootsklasse bleibt der Einer. Zwar verfügt der erst 19 Jahre alte Philipp-André Syring über viel Potenzial, verpasste aber als Halbfinal-Letzter den Einzug in den Endlauf. Das macht dem deutschen Meister aus Rostock nur wenig Mut für die in gut zwei Wochen anstehende Olympia-Nachqualifikation auf dem Luzerner Rotsee.

Julia Richter muss sich im Halbfinale mit Rang 5 begnügen

Julia Richter muss sich im Halbfinale mit Rang 5 begnügen.

Quelle: dpa-Zentralbild

Ähnliches gilt für Julia Richter (Berlin), die sich in ihrem Halbfinale mit Rang fünf begnügen musste. Noch mag Schwarzrock nicht daran glauben, dass die Skiff-Rennen in Rio ohne deutsche Beteiligung stattfinden. „Wir kämpfen bis zuletzt und glauben an unsere Chance.“

Frust im Vierer ohne Steuermann

Nicht minder gering war der Frust im Vierer ohne Steuermann. Der WM-Fünfte des vergangenen Jahres kam im Halbfinale nicht über Rang vier hinaus. „Wir sind nach nur zwei Wochen Vorbereitung noch nicht so eingefahren, wie wir uns das wünschen. Aber bis Olympia haben wir noch Zeit und dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken“, sagte Crewmitglied Maximilian Planer (Bernburg).

Bis Olympia ist noch Zeit, dennoch ist der Frust im Vierer groß

Bis Olympia ist noch Zeit, dennoch ist der Frust im Vierer groß.

Quelle: dpa-Zentralbild

Cheftrainer Schwarzrock hofft, dass zum Abschluss am Sonntag die DRV-Trümpfe stechen. Vor allem das Achter-Finale verspricht Spannung. Dann kommt es zum Duell der Olympiasieger und Titelverteidiger aus Deutschland mit den Weltmeistern aus Großbritannien. Beide Teams hatten am Freitag mit souveränen Vorlaufsiegen ihre Favoritenstellung untermauert.

Brennen auf Revanche

Acht Monate nach der knappen Niederlage im WM-Endlauf in Frankreich brennt Schlagmann Hannes Ocik (Schwerin) auf Revanche: „Gegen die Briten müssen wir noch mindestens eine Schippe drauf legen, vor allem im mittleren Streckenabschnitt.“

Weitere Medaillenchancen werden den beiden Doppelvierern und Doppelzweiern eingeräumt. So deutete der mit Marcel Hacker (Magdeburg) und Stephan Krüger (Rostock) besetzte Zweier am Samstag einen Formanstieg an und kam im Halbfinale als Zweiter hinter Norwegen ins Ziel. Der von einem Infekt genesene Hacker ist guten Mutes: „Wir wollen in die Medaillenränge.“ Aufgrund der Wetterprognose wurden alle Rennen am Sonntag auf eine Stunde vorverlegt.

Von Heinz Büse

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