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Rund 5000 Kampfhunde in Brandenburg gemeldet

Auch weniger Beißvorfälle Rund 5000 Kampfhunde in Brandenburg gemeldet

Pitbull, Dobermann und Rottweiler: Einige Hunderassen sind im Land verboten, für andere gefährliche Hunde gilt Leinen- und Maulkorbpflicht. Die Zahl der Kampfhunde in Brandenburg ist rückläufig. Auch die Beißvorfälle mit den Tieren sind weniger geworden.

Ein Staffordshire-Bullterrier, der in Brandenburg zu den verbotenen Hunderassen gehört.

Quelle: dpa

Potsdam. Die Zahl der Kampfhunde in Brandenburg hat abgenommen. Im vergangenen Jahr waren rund 5080 gefährliche Hunde gemeldet. Das seien etwa 350 weniger als im Jahr davor, teilte das Innenministerium in Potsdam mit.

Als gefährlich eingestuft sind 13 Rassen , darunter auch Fila Brasileiro oder Rottweiler. Für diese Tiere gelten laut Ministerium Leinenpflicht und Maulkorbzwang. Der Halter muss eine Haftpflichtversicherung abschließen und die Ordnungsbehörde die Haltung erlauben. Dafür muss der Besitzer Sachkenntnis und Zuverlässigkeit nachweisen.

Die Einschränkungen seien aufgehoben, wenn über einen Wesenstest nachgewiesen werden könne, dass ein Hund ungefährlich ist, hieß es. Bei dem Tier darf also keine gesteigerte Kampfbereitschaft, Angriffslust oder Schärfe festgestellt werden.

Beißvorfälle zurückgegangen

Nicht nur die Kampfhunde selbst, auch die Beißvorfälle mit den Tieren sind in Brandenburg weniger geworden. 2015 wurden laut Ministerium 48 Fälle gezählt, 2016 noch 35.

Halter von Rottweilern können ihre Hunde mithilfe eines Wesenstests als ungefährlich einstufen lassen

Halter von Rottweilern können ihre Hunde mithilfe eines Wesenstests als ungefährlich einstufen lassen.

Quelle: dpa

Halter von gefährlichen Hunden zahlen den Angaben zufolge in der Regel eine höhere Hundesteuer. Die Sätze werden von den Kommunen festgelegt. In Potsdam etwa die Steuer nach Angaben der Stadtverwaltung für den ersten Hund 108 Euro pro Kalenderjahr, für Kampfhunde 648 Euro.

Verboten sind in Brandenburg fünf Hunderassen wie American Pitbull Terrier oder Bullterrier. Aufgrund einer Übergangsregelung sei die Haltung bei einigen Vertretern jedoch noch erlaubt, hieß es vom Ministerium. Die Tiere seien schon vor Inkrafttreten der Hundehalterverordnung 2004 legal gehalten worden. Daher seien im vergangenen Jahr unter den gefährlichen Hunden noch 91 der verbotenen Rassen gemeldet gewesen. 2015 waren es 141.

Beim Internetportal „Tasso e. V.“ sind rund 210.000 Hunde in Brandenburg registriert.

Von MAZonline/dpa

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