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Brandenburg Russen wollen PCK-Werk Schwedt übernehmen
Brandenburg Russen wollen PCK-Werk Schwedt übernehmen
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10:17 23.06.2015
Bald wohl in russischer Hand: die PCK-Raffinerie in Schwedt.   Quelle: Foto: dpa
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Schwedt (Oder)/St. Petersburg

Russlands größter Ölkonzern Rosneft will die Mehrheit an der Raffinerie PCK Schwedt in der Uckermark übernehmen. Der Staatskonzern plant, seine Anteil von derzeit 18,75 auf 54 Prozent zu erhöhen. Das wurde am Samstag am Rande des Wirtschaftsforums in St. Petersburg bekannt. Der Handel muss kartellrechtlich genehmigt werden. Eine PCK-Sprecherin begrüßte die Übernahme. Zum einen ende in Schwedt die russische Erdöl-Pipeline Druschba, zum anderen seien die eigenen Produktionsanlagen sehr gut auf das sibirische Rohöl eingestellt. Das stärke die eigene Versorgungssicherheit, hieß es.

Die PCK-Übernahme durch Rosneft ist das Ergebnis eines Handels mit den Partnern BP aus Großbritannien und Total aus Frankreich. Demnach erwirbt der russische Konzern für 300 Millionen Dollar Anteile über 16,67 Prozent von Total. Laut der PCK-Sprecherin sind die Verträge bereits unterzeichnet worden. Zudem hat sich Rosneft mit BP auf die Übernahme dessen Anteile (18,75 Prozent) geeinigt. Das Geschäft ist Teil weiterer Investitionen von Rosneft in Deutschland. So verdoppelt der Ölkonzern eigenen Angaben zufolge seine Anteile an Bayernoil von 12,5 auf 25 Prozent und an der Karlsruher Raffinerie Miro von zwölf auf 24 Prozent. Die Anteile kommen ebenfalls von BP, das im Gegenzug eine Produktionsanlage in Gelsenkirchen übernimmt.

Die Eigentümer der PCK-Raffinerie sind bislang Shell (37,5 Prozent), Rosneft und BP (indirekt jeweils 18,75 Prozent), Total (16,67 Prozent) und ENI (8,33 Prozent).

In Russland mischt Rosneft mit seinen etwa 170 .000 Mitarbeitern in allen wichtigen russischen Ölrevieren mit. Dazu kommen etliche Beteiligungen im Ausland. Der Staatskonzern hatte 2004 wichtige Teile des zerschlagenen Yukos-Konzerns erhalten. Rosneft-Chef Igor Setschin ist ein enger Vertrauter von Kremlchef Wladimir Putin.

Von Bastian Pauly

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