Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Geduld gefordert: Ausfälle bei der S-Bahn
Brandenburg Geduld gefordert: Ausfälle bei der S-Bahn
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:22 20.07.2015
Während der Sommerferien kommt es bei der S-Bahn zu Ausfällen und Schienenersatzverkehr. Es wird gebaut. Quelle: Gartenschläger
Anzeige
Potsdam/ Berlin

Berufspendler und Berlin-Besucher aus Brandenburg müssen in den kommenden Wochen mehr Zeit einplanen: Die Sommermonate werden für Bauarbeiten genutzt. Sowohl bei der S-Bahn, bei der U-Bahn als auch auf den Autobahnen kommt es zu Einschränkungen.

Die Bahn möchte die Ferien nutzen, um die in die Jahre gekommenen S-Bahn-Strecken grundhaft zu erneuern. Betroffen ist der südliche S-Bahn-Ring zwischen Bundesplatz und Halensee der südliche Teil der S2 zwischen Blankenfelde (Teltow-Fläming) und Lichtenrade. Gebaut wird auch auf der S1 zwischen Frohnau und Birkenwerder und auf der S8 zwischen Mühlenbeck-Mönchsmühle und Birkenwerder. Außerdem wird seit diesem Montag noch zwischen Strausberg und Strausberg Nord auf der S5 gebaut. Dort fahren lediglich Busse.

Die betroffenen Streckenabschnitte wurden nach der Wende in Betrieb genommen und erhalten laut S-Bahn nach mehr als zwei Jahrzehnten eine fällige Grundinstandsetzung. Gleise und Weichen werden ausgetauscht, das Schotterbett gereinigt sowie die Stromschienen erneuert. Bei Strausberg wird die S5 im Bereich Hegermühle zweigleisig ausgebaut.

In den Sommermonaten sei die Zahl der Berufspendler erheblich geringer, erklärte die Bahn. Außerdem entfalle der Schülerverkehr ganz. Es seien also von den mehrwöchigen Sperrungen weit weniger Fahrgäste betroffen als sonst.

Ersatzverkehr bei der Bahn

  • S2 Blankenfelde – Mahlow: Montag, 13. Juli, 4 Uhr, bis Freitag, 31. Juli, 22 Uhr.
  • S2 Blankenfelde – Lichtenrade: Freitag, 31. Juli, 22 Uhr, bis Montag, 31. August, 4 Uhr. Jeweils Ersatzverkehr mit Bussen. Von und nach Blankenfelde auch Umfahrung mit dem RE3 und RE7 möglich.
  • Bundesplatz – Halensee (S41, S42, S45, S46): Freitag, 17. Juli, 4 Uhr, bis Montag, 31. August, 4 Uhr: Ersatzverkehr mit Bussen. Zahlreiche Umfahrungsmöglichkeiten mit anderen S und U-Bahn-Linien. Ringbahnlinien S41/S42 fahren
  • Bundesplatz – Südkreuz –Ostkreuz – Gesundbrunnen – Halensee. Fünf-Minuten-Takt in den Hauptverkehrszeiten nur zwischen Hermannstraße und Westend. Westend – Halensee nur im 20-Minuten-Takt. Linie S45 verkehrt Flughafen
  • Schönefeld – Südkreuz, Linie S46 fährt Königs Wusterhausen – Südkreuz. Linie S47 fährt montags bis freitags Spindlersfeld – Treptower Park, am Wochenende Spindlersfeld – Hermannstraße.
  • S5 Strausberg – Strausberg Nord: Montag, 20. Juli, 4 Uhr, bis Montag, 28. September: Ersatzverkehr mit Bussen im 20-Minuten-Takt.
  • S1 Frohnau – Birkenwerder sowie S8 Mühlenbeck-Mönchsmühle: Montag, 3. August, 4 Uhr, bis Montag, 31. August, 4 Uhr: Ersatzverkehr mit Bussen im 20-Minuten-Takt.

Die S-Bahn Berlin informiert Ihre Fahrgäste über das veränderte Verkehrsangebot im Internet.

Autofahrer müssen mit Stau rechnen

Autofahrer können nicht auf Ersatzverkehr zurückgreifen. Deshalb brauchen sie auf der Stadtautobahn A100 und auf der A115 in Zehlendorf viel Geduld. Neben Teilsperrungen und zusätzlichen Tempolimits stehen auch Vollsperrungen bevor, wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung am Mittwoch mitteilt. „Wir haben die Arbeiten bewusst in die Zeit der Sommerferien gelegt“, sagte Staatssekretär Christian Gaebler (SPD). So würden die Belastungen für die Verkehrsteilnehmer nicht zu groß - ein Argument, das schon von der Bahn bekannt ist.

So wird an den Ferien-Wochenenden auf der A115 an der Landesgrenze zu Brandenburg die Straßenbefestigung und Entwässerung instand gesetzt. Autofahrer bekommen dann einen Vorgeschmack auf die nächste große Baumaßnahme auf der Autobahn, die nach Potsdam und zum Berliner Ring führt: Der Neubau des Kreuzes Zehlendorf (Kleeblatt), das die Autobahn mit der Bundesstraße 1 verknüpft. Er soll Anfang 2016 beginnen.

Bauarbeiten auf der A100

Bauarbeiten auf der A100 in der Innenstadt laufen bereits. Zwischen der Anschlussstelle Schmargendorf und dem Tunnel Rathenauplatz wird die Fahrbahn rund um die Uhr instand gesetzt - auf einem der verkehrsreichsten Autobahnabschnitte Deutschlands mit 185 000 Fahrzeugen pro Tag. Die Verwaltung hob hervor, dass mit starken Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen sei.

In den Nächten von Montag bis Freitag nächster Woche wird die Autobahn an der Westend- und der Ringbahnbrücke voll gesperrt. Arbeiter verschieben Markierungen und setzen Tempolimit-Schilder. Denn die Brücken sind in die Jahre gekommen: „Tragfähigkeitsdefizite“ seien die Folge, teilte Gaebler mit. Künftig soll dort Tempo 60 gelten. Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen dürfen nur noch auf der rechten Spur fahren.

Einschränkungen bei der U-Bahn

Auch bei der U-Bahn gibt es Einschränkungen. Auf der Linie U6 endet bis zum 28. August jeder zweite Zug schon am Bahnhof Seestraße statt am Kurt-Schumacher-Platz, wie die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mitteilten. Auf der U8 fahren zwischen Osloer Straße und Paracelsus-Bad noch bis zum 27. Juli Busse.

Von MAZonline

Brandenburg Prozess um Abfall-Lagerung wird neu aufgerollt - Riesige illegale Müllberge haben Nachspiel

Ein riesiger Umweltskandal beschäftigt die Justiz. Es geht um die illegalen Machenschaften der früheren Gesellschaft zur Abfallverwertung und Bodensanierung mbH (GEAB) in Bernau (Märkisch-Oderland). Pikant: Wären sich die Angeklagten einig gewesen, wäre der Prozess schon lange vorbei.

20.07.2015

Brandenburg, die "kleine DDR". 25 Jahre ist die Wende her, doch genauso lang hat sich das Wortgefüge gehalten. Damals wollte die CDU damit Stimung gegen die Fusion von Berlin und Brandenburg machen. Doch der damalige Ministerpräsident Manfred Stolpe münzte den Begriff einfach um.

20.07.2015

Ob jung oder alt, offene Rechnungen oder Mietschulden – viele Menschen haben Schulden. In Brandenburg helfen 56 Insolvenzberatungsstellen, Schulden abzubauen. 2014 mussten so wenig Brandenburger wie noch nie Insolvenz anmelden. Doch Schuldenberater warnen: Weniger beantragte Insolvenzverfahren bedeuteten nicht automatisch weniger überschuldete Privathaushalte.

22.07.2015
Anzeige