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Brandenburg SEK-Einsatz gegen Familienclan in Neukölln
Brandenburg SEK-Einsatz gegen Familienclan in Neukölln
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07:54 12.04.2016
Polizei-Einsatz in Neukölln. Quelle: dpa
Potsdam/ Berlin

Bei einem Großeinsatz gegen eine mutmaßlich kriminelle arabische Großfamilie in Berlin sind fünf gesuchte Männer festgenommen worden. Nach dem sechsten fahnden Polizei und Staatsanwaltschaft noch, wie Pressesprecher Stefan Redlich am Dienstag sagte.

Mehrere Verdächtige wurden festgenommen. Quelle: dpa

An dem Einsatz in den frühen Morgenstunden waren 220 Beamte beteiligt, darunter 60 Kräfte des Spezialeinsatzkommandos. Es gebe 16 Durchsuchungen von Wohnungen und Geschäftsadressen mit Schwerpunkt rund um die Schinkestraße in Neukölln, aber auch in Hermsdorf und Lankwitz. Für sechs Männer im Alter von 20 bis 56 Jahren lagen Haftbefehle vor.

Zu den Vorwürfen gegen die Verdächtigen gehört Redlich zufolge auch ein Auftragsmord. Es handele sich dabei aber nicht um den bislang ungeklärten Mord an einem 43-Jährigen durch eine in einem Auto explodierte Bombe in der Bismarckstraße in Charlottenburg.

Überfall kurz vor Heiligabend

Ein Einsatzgrund sei auch ein Überfall im Dezember 2014 auf das Berliner Luxuskaufhaus KaDeWe am Wittenbergplatz. Zwei 26- und 29-Jährige stehen derzeit vor dem Landgericht Berlin. Sie sollen in dem Kaufhaus Vitrinen zertrümmert und mit drei Komplizen Uhren sowie Schmuck im Wert von 817 000 Euro erbeutet haben.

Einer der Verdächtigen vor Gericht, November 2015. Quelle: dpa

Der Überfall geschah etwa eine Stunde nach Öffnung des Hauses am vierten Adventssamstag 2014. Am letzten Wochenende vor Heiligabend war das Kaufhaus besonders gut besucht. Mehrere Maskierte gelangten über einen Seiteneingang in Deutschlands berühmtestes Kaufhaus.

Sie sprühten einem Sicherheitsmann Reizgas ins Gesicht, zerschlugen Schmuckvitrinen bei einem Juwelier und flohen dann in einem dunklen Auto, wie ein Polizeisprecher sagte. Schüsse seien nicht gefallen.

Laut Feuerwehr versorgte der Rettungsdienst elf Menschen am KaDeWe (Kaufhaus des Westens), darunter ein kleines Kind.

Das KaDeWe im Visier von Kriminellen

Das Kaufhaus des Westens (KaDeWe), luxuriöser Konsumtempel in der Nähe des Berliner Kurfürstendamms, ist schon häufiger ins Visier von Kriminellen geraten. Beispiele:

August 2014: Zwei Männer werfen an einem Sonntagmorgen ein Schaufenster ein. Einer klettert hinein und stiehlt teure Uhren aus der Auslage. Der Schaden liegt im fünfstelligen Bereich. Ein Zeuge merkte sich das Kennzeichen des Fluchtwagens - es gehörte einem gestohlenen Auto.

Januar 2009: Unbekannte stehlen Schmuck und Uhren im Wert von mehreren Millionen Euro. Zwillinge geraten in Verdacht, können aber mangels Beweisen nicht überführt werden. Im September 2010 werden die Ermittlungen ohne Ergebnis eingestellt.

Juli 1999: In einem Treppenhaus des KaDeWe überfallen zwei maskierte Brüder zwei Geldboten und erbeuten 700 000 D-Mark an Einnahmen. Das Berliner Landgericht verurteilt die Täter im Januar 2000 zu mehrjährigen Haftstrafen.

April 1994: Das Berliner Landgericht verurteilt einen als «Dagobert» bekanntgewordenen Kaufhaus-Erpresser zu mehreren Jahren Haft. Er hatte unter anderem einen Sprengstoffanschlag auf die Sportabteilung des KaDeWe verübt und eine halbe Million D-Mark erpresst. Die Polizei fasste ihn nach zwei Jahren Fahndung und zahlreichen Pannen.

Von MAZonline

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