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Brandenburgs SEK erhält G36-Gewehre

Polizei rüstet auf Brandenburgs SEK erhält G36-Gewehre

Bei der Bundeswehr ist das Sturmgewehr G36 wegen angeblicher Zielungenauigkeiten im heißgeschossenen Zustand in Ungnade gefallen. Viele Soldaten und die Landespolizei Brandenburg halten die Waffe aber weiterhin für einwandfrei. Jetzt wurde bekannt, dass das SEK mit diesem Gewehr ausgerüstet wird.

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Das umstrittene Gewehr G36.

Quelle: dpa

Potsdam. Die Polizei wird ihre Sondereinsatzkommandos mit dem Sturmgewehr G 36 des Herstellers Heckler & Koch ausrüsten. Das bestätigte am Donnerstag das Polizeipräsidium in Potsdam. Das Gewehr steht zwar in der Kritik, weil es bei Einsätzen in großer Hitze und bei Dauerbelastung nicht mehr ganz präzise schießen soll, doch betonte Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke, er halte es dennoch für „eine ausgezeichnete Waffe“. Zudem werden die Elite-Polizisten Schutzwesten der schweren Schutzklasse 4 erhalten. Die Ausstattungsoffensive soll bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein, präzisierte das Polizeipräsidium am Donnerstag.

Beim G36 bestehen wesentliche Bauteile aus glasfaserverstärktem Kunststoff mit Einlagen aus rostfreiem Stahl. Dadurch ist die Waffe relativ leicht. Wegen angeblicher Trefferungenauigkeit heißgeschossener Gewehre bei weit entfernten Zielen hat das Bundesverteidigungsministerium die Beschaffung gestoppt und will Änderungen erreichen. Im Syrischen Bürgerkrieg kämpfen kurdische Peschmerga mittlerweile dank deutscher Waffenhilfe mit dem G36 gegen die Terrormiliz IS.

Die brandenburgische Landespolizei verstärkt ihre Sondereinsatzkommandos um eine auf vier Gruppen, um besser auf mögliche Terroranschläge reagieren zu können. Ebenfalls verstärkt werden die Observationskräfte in den Mobilen Einsatzkommandos (MEK). Eine zusätzliche Gruppe mit mehr als zehn Mann soll zu den bestehenden vier Gruppen stoßen.

Verstärkt hat die Polizeiführung zudem eine bereits bestehende Ermittlungskommission im Landeskriminalamt. Vorgesehen ist weiterhin die Ausstattung jeder Polizeiinspektion und Teilen der Bereitschaftspolizei mit einigen Maschinenpistolen, die über größere Reichweite als die gängigen MP’s verfügen. Die Waffe soll auch besser treffen können. In diesem Zusammenhang sollen die entsprechenden Einheiten auch schwere Schutzwesten erhalten.

Damit reagiert die Polizei auf die Anschläge in Paris vom Januar und November, bei denen islamistische Terroristen Kriegswaffen – etwa Kalaschnikow-Maschinengewehre – eingesetzt hatten.

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Von Ulrich Wangemann

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