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Brandenburg SPD-Skandal-Chat: Jetzt redet ein Teilnehmer
Brandenburg SPD-Skandal-Chat: Jetzt redet ein Teilnehmer
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17:52 01.06.2016
Sebastian Möckel gehört zu dem Kreis der zehn Chatter mit SPD-Parteibuch. Quelle: Malo
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Brandenburg/H

Inzwischen hat Sebastian Möckel den Chat noch einmal gelesen, der die Brandenburger SPD an den Rand der Auflösung treibt. Er hat, wie er sagt, wenig gefunden, auf das er stolz wäre als einer der SPD-Chatter. Und er ist nicht zur von SPD-Chef Ralf Holzschuher einberufenen Parteisitzung gegangen, weil er „manchen, von denen ich viel halte, lieber nicht unter die Augen komme.“

„Das private Wort geht niemanden etwas an“

Aber das, was jetzt aus dem Chat gemacht werde, sei, wie er sagt, ein „von langer Hand geplanter Versuch, eine Reihe von SPD-Leuten mundtot zu machen.“ Dabei sei der Chat nur „eine Kummerbüchse unter Freunden, Bekannten“ gewesen. „Sicher ist das nicht schön aber eigentlich merkt das ja keiner, denn das private Wort geht niemanden etwas an.“

Das sei anders, „wenn man eine Verräterin mit am Tisch sitzen hat. Und wenn es dazu nutzt, politische Konkurrenten oder Kritiker mundtot zu machen.“ Was jetzt von der Gegenseite als Betroffenheit daher komme, „ist nichts anderes als die lange geplante große Säuberung.“

„SPD-Unterbezirkstribunal“ kritisiert

Als Beweis dafür will Möckel die „Erklärungen des SPD-Unterbezirkstribunals“ am Dienstagabend ausgemacht haben, die sich „vorrangig gegen die Genossen Stieger und Langerwisch“ richteten. Tatsächlich geht es bei der Aufarbeitung des Skandals augenscheinlich darum, die Stadtverordneten Dirk Stieger und Norbert Langerwisch aus der Partei zu entfernen. Der Grund liegt für Möckel auf der Hand: Das seien die „unbequemen Genossen, die nicht einfach Irrfahrten der Fraktion oder der Führung hinnehmen. Die die kleinen und großen Intrigen und Sabotagen angeprangerten.“

„Was wird aus der Verräterin?“

Es sei doch das Versagen der Parteiführung, „das die SPD in Brandenburg an der Havel an den Rand der Bedeutungslosigkeit gebracht hat.“ Für Sebastian Möckel das offensichtlichste „Zeichen der Verlogenheit“: „Ein Ordner mit „512 A4- Seiten hat Flügel bekommen und ist auf den Schreibtisch der MAZ geflogen. Alle Mitglieder des SPD-Unterbezirksvorstands legen füreinander die Hand ins Feuer“, dass sie die Daten nicht weitergaben.

Was ihn zudem umtreibe sei die Frage: „Was wird aus der Verräterin?“ Also „Andrea Carola Güntsch, die bekanntlich die von ihr gestohlenen Daten an die Parteiführung verkauft hat.“ Verkauft?

Möckel überzeugt: „Ja!“ Sonst stünde sie so am Pranger wie die anderen. „Ihre Wortwahl im Chat war die gleiche, wie bei anderen. Ihre Ansichten zu Partei- und Fraktionsführung der Stadt waren die gleichen und ihre jetzige Schonung sind offenbar 30 Silberlinge. Pfui Teufel.“

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