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Brandenburg SPD will Ness-Nachfolge im Januar regeln
Brandenburg SPD will Ness-Nachfolge im Januar regeln
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19:19 20.12.2015
Klaus Ness ist völlig überraschend am Donnerstag im Alter von 53 Jahren gestorben. Quelle: MAZ
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Potsdam

Der Schock über den plötzlichen Tod von Klaus Ness sitzt in der SPD tief, die Fassungslosigkeit ist groß. Im Landtag hatten sich am Freitag die Abgeordneten der Fraktion versammelt, um gemeinsam über den Verlust zu trauern und das Unfassbare zu verarbeiten.

Partei will keine Nachfolge-Spekulationen bedienen

Ness hinterlasse keine Lücke, sondern einen Krater, hatte der langjährige Ministerpräsident Matthias Platzeck gesagt und damit ausgedrückt, was viele in der SPD denken. Wie es ohne Ness in der Fraktion weitergehen soll, darüber herrscht große Ratlosigkeit. Ein Nachfolger ist nicht in Sicht, mit Spekulationen hält man sich zum jetzigen Zeitpunkt in der SPD zurück. Frühestens Anfang Januar dürfte ernsthaft darüber nachgedacht werden. Jetzt ist die Fraktion in der Parlamentspause.

Zum Tod von Klaus Ness

Am Donnerstagabend, 17. Dezember, bricht Klaus Ness im Landtag zusammen. Zwei Abgeordnete beleben den SPD-Poltiker wieder. Ness wird ins Krankenhaus gebracht.

In der Nacht zu Freitag stirbt Klaus Ness, die Ärzte konnten sein Leben nicht mehr retten.

Parteiübergreifend reagieren Politiker geschockt und erschüttert von der Nachricht, dass Ness gestorben ist. Er wird als prinzipientreuer Politiker gelobt, der sich vor allem im Kampf gegen den Rechtsextremismus engagiert habe. Außerdem habe er die gute Entwicklung Brandenburgs in den vergangenen Jahren maßgeblich geprägt.

Zwei Tage vor Ness’ Tod hat er MAZ-Volontäre zum Gespräch im Brandenburger Landtag empfangen. Eine Volontärin erinnert sich an das Gespräch.

Klaus Ness war noch lange nicht am Ende. Kaum einer prägte die SPD in Brandenburg derart. Ein Nachruf.

Strippenzieher, unerbittlich, klug, aber auch streitbar. Klaus Ness hinterlässt eine Lücke, die schwer zu füllen ist. Der stellv. Chefredakteur Henry Lohmar in einem Kommentar zum plötzlichen Ableben des Politikers.

Geywitz war enge Vertraute von Ness

Die größte Kontinuität in der Fraktion würde es wohl geben, wenn die Abgeordnete und jetzige Generalsekretärin Klara Geywitz die Nachfolge in der Fraktion übernehmen würde. Die 39-Jährige hatte den Job der Generalsekretärin 2013 von Ness übernommen, hat von ihm viel gelernt und galt als seine enge Vertraute. Ihr wird die nötige Durchsetzungskraft zugetraut, die nicht einfache 31-köpfige Fraktion zu führen. Im Landtag hat die rot-rote Koalition nur eine knappe Mehrheit von drei Stimmen.

Klara Geywitz Quelle: SPD Brandenburg

Eine Alternative wäre der jetzige Vize-Fraktionschef Daniel Kurth. Der 38-Jährige ist zugleich stellvertretender Landesvorsitzender. Kurth kommt aus Eberswalde (Barnim), hat 2014 erstmals für den Landtag kandidiert und ein Direktmandat errungen. Er gilt allerdings noch als Parlamentsneuling. Möglich ist auch, dass Kurth für den Fall, dass Geywitz Fraktionschefin wird, den Generalsekretärsposten übernimmt.

Daniel Kurth Quelle: SPD Brandenburg

Ein weiterer Anwärter wäre Mike Bischoff, der als parlamentarischer Geschäftsführer viel Erfahrung vorzuweisen hat. Der 50-Jährige sitzt seit 1999 im Landtag und kommt aus Schwedt/Oder (Uckermark). Er hatte bisher als rechte Hand von Ness die Fraktion erfolgreich gemanagt.

Mike Bischoff soll Nachfolger von Klaus Ness werden. Quelle: SPD Brandenburg

Von Igor Göldner

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