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Sanierung für Deiche und Dämme in der Mark

Hochwasserschutz Sanierung für Deiche und Dämme in der Mark

In den vergangenen 35 Jahren haben Hochwasser bundesweit Schäden in Höhe von 33 Milliarden Euro angerichtet. Im Nationalen Hochwasserschutzprogramm werden rund 5 Milliarden Euro bereitgestellt. Brandenburg ist mit acht Projekten dabei. Investiert werden soll bis 2021 – Land, Bund und EU arbeiten Hand in Hand.

Dammbruch an der Elbe bei Fischbeck (Sachsen-Anhalt) im Juni 2013.

Quelle: Foto: dpa

Potsdam. Elbe, Oder, Havel, Spree – Brandenburgs Flüsse machen dem Land immer wieder durch Hochwasser zu schaffen. Fast 600 Millionen Euro wurden seit der verheerenden Oderflut vor fast 20 Jahren in den märkischen Hochwasserschutz investiert. Rund 278 Millionen Euro wurden für Deichsanierungen an der Oder, rund 135 Millionen Euro für Deichsanierungen an der Elbe ausgegeben. Weitere Millionenbeträge flossen in Schutzmaßnahmen an kleineren Flüssen wie der Schwarzen Elster im Süden Brandenburgs.

Auch in den kommenden Jahren sollen mehrere hundert Millionen Euro eingesetzt werden, sagte Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) gestern in Potsdam. Insgesamt seien bis 2021 rund 424 Millionen Euro aus EU-, Bundes- und Landesmitteln für wasserbauliche Projekte in Brandenburg eingeplant.

Knapp zehn Millionen Euro davon sollen ab 2017 in die Sanierung des Oderdeichs bei Schwedt (Uckermark) fließen, knapp elf Millionen Euro sind für die Deichrückverlegung in der Neuzeller Niederung vorgesehen. Rund 15 Millionen Euro werden in der Prignitz für die neue Ortsumgehung für den Ort Breese bei Wittenberge ausgegeben. In Mühlberg an der Elbe soll in diesem Jahr die knapp sieben Millionen Euro teure Sanierung eines weiteren Deichabschnitts starten. In Frankfurt (Oder) sollen ab 2019 mehr als drei Millionen Euro in eine Hochwasserschutzanlage in der Innenstadt investiert werden.

Die Schadenssummen der vergangenen Hochwasserjahre und die damit verbundenen Schicksalsschläge für die Betroffenen rechtfertigten die „immense Dimension der Investitionen“, so Vogelsänger. Zur Finanzierung würden alle Möglichkeiten ausgeschöpft, von EU-Mitteln bis hin zu Zuwendungen aus dem Stadt-Umland-Wettbewerb. Der Hochwasserschutz bleibe eine Daueraufgabe, bei der jährlich bundesweit Ausgaben im dreistelligen Millionenbereich nötig seien. Der Umweltminister rief den Bund zu mehr Engagement auf. Von den mehr als fünf Milliarden Euro, die 2014 im nationalen Hochwasserschutzprogramm vereinbart wurden, seien erst 100 Millionen Euro abgesichert. Das Programm müsse auch in der mittelfristigen Finanzplanung des Bundes und nach der Bundestagswahl 2017 auch im Koalitionsvertrag festgeschrieben werden.

Von Yvonne Jennerjahn

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