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Saskia Ludwig flirtet wieder mit AfD

Kooperation bei Brandenburger Kreisreform? Saskia Ludwig flirtet wieder mit AfD

Die ehemalige CDU-Landesvorsitzende Saskia Ludwig flirtet mit der AfD – in einem Interview stellt sie die offizielle CDU-Linie der Nicht-Kooperation der Partei mit der AfD in Sachen Kreisreform in Frage. Es ist nicht das erste Mal.

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Saskia Ludwig

Potsdam. Die ehemalige Brandenburger CDU-Vorsitzende Saskia Ludwig geht erneut auf Konfrontationskurs zur Parteispitze. In einem noch nicht ausgestrahlten Interview mit dem lokalen Fernsehsender SKB aus Brandenburg/Havel äußert die Bundestagskandidatin für den Wahlkreis 61, sie hätte kein Problem damit gehabt, wenn die AfD bei der Gründung des Vereins, der die Volksinitiative gegen die Kreisgebietsreform trägt, mitgemacht hätte. Man müsse in Bezug auf die AfD „miteinander, nicht übereinander reden“, so Ludwig. Tabuisierung sei der falsche Weg.

Wer sollte beim Volksentscheids-Verein mitmachen?

Die offizielle Position der märkischen CDU ist eine andere: Zur Gründung des Reformgegner-Vereins – Vorsitzender ist der ehemalige CDU-Landrat Hans Lange – hatte der Fraktionsgeschäftsführer der CDU im Landtag, Jan Redmann, in einem Akt bewusster Abgrenzung geäußert: „Die AfD gehört nicht zu den Initiatoren.“ Zusammen mit den Freien Wählern und der außerparlamentarischen FDP hatte eine Riege der einflussreichsten CDU-Kommunalpolitiker den Verein aus der Taufe gehoben. Die AfD hatte man nicht einbezogen. Im MAZ-Interview sagte Vereinschef Lange später allerdings: „AfD-Leute gehören zur Bevölkerung und gehen wählen. Deshalb sind auch sie angesprochen, sich mit dem Inhalt der Volksinitiative auseinanderzusetzen.“ Kurz: Mit der Partei kooperiere man nicht, deren Sympathisanten wolle man jedoch nicht vor den Kopf stoßen.

Ludwigs Besuch beim Neujahrsempfang der AfD

Ludwig ist in der Vergangenheit öfter durch angstfreie Berührung mit der AfD aufgefallen, deren Brandenburger Ableger vom ehemaligen CDU-Mann Alexander Gauland geleitet wird. So besuchte Ludwig 2015 einen Empfang der Partei zum Neuen Jahr. Außerdem stimmten sie und die ehemalige CDU-Generalsekretärin Anja Heinrich als einzige CDU-Parlamentarier für einen AfD-Antrag zur Flüchtlingspolitik. Parteiintern wurde das als Affront aufgefasst. Denn die CDU-Fraktionsführung hatte sich mit den anderen im Landtag vertretenen Parteien auf eine gemeinsame Haltung zu allen AfD-Anträgen zu Flüchtlingsfragen geeinigt. Dass Ludwig ihre erneute Annäherung an die AfD nur aus Versehen in einem Interview-Nebensatz fallen ließ, ist unwahrscheinlich. Schließlich twitterte sie den Link zu der Interviewpassage noch vor Ausstrahlung des Beitrags.

SPD: „Ludwig hat politische Heimat verloren“

„Offensichtlich hat Frau Ludwig ihre politische Heimat verloren“, sagte die SPD-Bundestagskandidatin Manja Schüle, die im selben Wahlkreis direkte Konkurrentin um das Mandat im Herbst 2017 sein wird. Schon zuvor hatte Schüle die CDU-Politikerin als „AfD light“ bezeichnet.

Von Ulrich Wangemann

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