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Sattelschlepper zerquetscht Auto – 4 Tote

Nur einer hat überlebt Sattelschlepper zerquetscht Auto – 4 Tote

Tragischer Unfall auf der B1: Zwischen Hoppegarten und Müncheberg kam am Dienstagabend ein Sattelschlepper ins Schleudern, kippte um und begrub einen Pkw unter sich. Vier Insassen hatte keine Chance. Bis zum Vormittag könnte es immer wieder zu Sperrungen der Bundesstraße kommen. Inzwischen kann der Verkehr wieder die Unfallstelle passieren.

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Rettungseinsatz an der Unfallstelle. Für vier Menschen kommt jede Hilfe zu spät.

Quelle: MAZ

Heidekrug. Rettungssanitäter und Feuerwehrleute erleben in ihrem Berufsalltag schreckliche Dinge und sind nicht selten hart im Nehmen. Doch was sich ihnen an dem Unfallort zwischen Hoppegarten und Müncheberg (Märkisch-Oderland) bietet, ist auch für Einsatzkräfte, die Schlimmes gewohnt sind, besonders heftig. Nahe Berlin begräbt am Abend ein umstürzender Sattelzug eine BMW-Limousine unter sich. Vier Insassen sterben, sie sind wohl auf dem Weg zu Weihnachtsbesuchen gewesen, wie im Polizeipräsidium Potsdam erzählt wird. Ein fünfter Insasse überlebt die Katastrophe schwer verletzt. Wer die Überreste des völlig zertrümmerten Fahrzeugs gesehen hat, muss angesichts dieser Rettung an ein wirkliches Wunder so kurz vor Heiligabend glauben. Nähere Angaben zu den Opfern – etwa, wo sie lebten, – gab es zunächst noch nicht.

Scheinwerfer tauchen den Unfallort noch am frühen Mittwochmorgen in ein kaltes, gleißendes Licht. Es ist Stille eingekehrt. Die Einsatzkräfte sprechen kaum noch miteinander. Ein Seilwinde schnurrt, an einem Stahlseil wird das Wrack langsam auf einen Transporter gezogen. Es hat kein Dach mehr, die Türen sind weg, der Motorraum ist platt gedrückt, das ganze Auto scheint um etliches kleiner geworden zu sein, als ob es schon einmal in der Schrottpresse gelegen hätte. Kaum vorstellbar, dass Feuerwehrleute aus diesen Blechtrümmern einen Menschen noch lebend bergen konnten.

Der Sattelzug liegt neben der Straße auf der Seite wie ein böses Ungeheuer. Es ist ein viele Tonnen schwerer Fünfachser. Der containerartige Laderaum ist voll beladen, wie ein Polizeibeamter sagt. Die Unglücklichen in dem Pkw hatten keine Chance. Am Mittwoch wird der Laster abtransportiert. Während der Bergung ist die Straße stundenlang komplett gesperrt, erst am Nachmittag kann der Verkehr wieder langsam an der Unfallstelle vorbeirollen.

Unfallort ist die Bundesstraße 1 beim kleinen Ort Heidekrug, etwa 30 Kilometer östlich von Berlin. In diesem Abschnitt führt die Straße durch ein kleines Waldstück, der grasbewachsene Seitenstreifen ist nur sehr schmal und weich, viel zu weich für schwere Fahrzeuge. Der polnische Sattelzug kam aus Richtung Berlin und war gen Heimat unterwegs. „Der Fahrer ist nach rechts von der Fahrbahn abgekommen“, berichtet Andreas Wobschall von der Polizeiinspektion Märkisch-Oderland. Er ist der Polizeiführer vor Ort.

Nach den Schilderungen der Beamten muss man sich den Unglücksverlauf wohl so vorstellen: Der Sattelzug-Fahrer versucht verzweifelt, sein riesiges Gefährt wieder auf die Fahrbahn zu bekommen. Das gelingt ihm auch. Aber er verreißt möglicherweise das Lenkrad. Seine Zugmaschine schießt über die Straße in die gegenüberliegende Böschung. Der tonnenschwere Auflieger schleudert und dreht sich wie eine Sichel über den Asphalt. Er stürzt auf die entgegenkommende Limousine.

Ein Kran hebt später den Sattelzug von der zerdrückten Limousine. Der 43 Jahre alte Lkw-Fahrer ist leicht verletzt und konnte das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen. Bei den Toten handelt es sich um zwei 60-jährige Männer und zwei Frauen, 59 und 68 Jahre alt. Am Steuer saß einer der Männer. Der fünfte Insasse, ein 78-Jähriger, kommt schwer verletzt ins Krankenhaus.

Zu unfreiwilligen Zeugen der Bergungsarbeiten in der Nacht bei Heidekrug werden einige Lkw-Fahrer. Sechs Stunden sitze er schon in seiner Kabine und warte darauf, weiterfahren zu können, erzählt einer von ihnen. Die Lastwagen stauen sich vor der Unfallstelle, eine Ausweichmöglichkeit gibt es nicht. Anfangs ist der Ärger groß unter den Fahrern. Aber als klar wird, wie viele Menschen hier sterben mussten, kehrt Ruhe ein.

Autofahrerin kracht in Zehdenick gegen Baum und stirbt

Eine Autofahrerin ist in Zehdenick (Oberhavel) mit einem Auto gegen einen Baum gekracht und getötet worden. Warum die Frau in der Nacht zum Mittwoch von der Landstraße 214 im Ortsteil Burgwall abkam, war laut Polizei noch nicht bekannt. Auch ihre Identität war offen. Vermutlich handelt es sich aber um die 23 Jahre alte Fahrzeughalterin, die in den Papieren angegeben ist.

Zwölf Verletzte in Sachsen

Bei dem Unfall auf der A14 zwischen Mutzschen und Leisnig in Sachsen kollidierten aus bislang ungeklärter Ursache zwei Sattelschlepper und fünf Autos. Die Lkws waren nach Angaben der Polizei ineinander verkeilt. Ein Mensch wurde lebensgefährlich verletzt. Die Notärzte brachten elf weitere, darunter vier Kinder und einen Säugling, schwer verletzt ins Krankenhaus. Zur Identität der Opfer war am Morgen noch nichts bekannt.

Bei Dunkelheit und mit Hilfe von Scheinwerfern begannen in der Nacht die Bergungsarbeiten der Autos und der beiden 40-Tonner. Die A14 war in Richtung Dresden sowie in Richtung Leipzig voll gesperrt.

Von MAZonline

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