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Brandenburg Schäden in den Parks größer als nach „Kyrill“
Brandenburg Schäden in den Parks größer als nach „Kyrill“
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16:25 10.10.2017
Zwei entwurzelte Eichen an einer Badestelle am Heiligen See in Potsdam. Quelle: privat
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Potsdam

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) wird noch mehrere Monate lang mit den Folgen des Sturms „Xavier“ zu kämpfen haben. Der Park Sanssouci konnte am Dienstag, 10. Oktober, jedoch wieder geöffnet werden. Das teilte die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) mit. Die Schäden sind enorm, zusätzlich hat die Stiftung Schäden durch Vandalismus zu beklagen.

Im ganzen Land entwurzelte Bäume, hunderte zerstörte Autos, viele beschädigte Straßen und Wege: Sturmtief „Xavier“ hat am 5. Oktober auch in Brandenburg gewütet. Wir zeigen die Bilder der Verwüstung.

Park Sanssouci wieder offen

Auch wenn der Park Sanssouci seit Dienstag wieder zugänglich ist, bleiben Teilbereiche weiter gesperrt, da die Aufräumarbeiten nach dem Unwetter vom vergangenen Donnerstag fortgesetzt werden. Auch weitere Anlagen in Potsdam und Berlin bleiben geschlossen bzw. sind nur zum Teil zugänglich.

Geöffnet sind ganz bzw. zum Teil:

– Park Sanssouci in Potsdam

– Jagdschloss Grunewald in Berlin

– Schlossgarten Rheinsberg

– Belvedere auf dem Pfingstberg in Potsdam

Geschlossen sind mit Stand 10. Oktober:

– Neuer Garten in Potsdam – voraussichtlich offen ab 12. Oktober

– Park Babelsberg in Potsdam. Zugänglich ist zu den regulären Öffnungszeiten nur das Schloss Babelsberg mit der Ausstellung „Pückler. Babelsberg – Der grüne Fürst und die Kaiserin“.

– Park Sacrow

– Schlossgarten Berlin-Charlottenburg - voraussichtlich offen ab 11. Oktober 12 Uhr

- Schlossgarten Glienicke und die Pfaueninsel - voraussichtlich offen ab 12. Oktober 2017

– Schlossgarten Schönhausen - voraussichtlich offen ab 12. Oktober 2017

– Schlossgarten Caputh

– Schlosspark Paretz

– Schlosspark Königs Wusterhausen

Schadenshöhe: Mehr als eine halbe Million Euro

„Die Schäden durch Sturmtief „Xavier“ in den Gärten und Parks der Stiftung sind noch größer als nach „Kyrill““, sagte SPSG-Sprecher Frank Kallensee am Dienstag gegenüber MAZonline. Bisher seien Schäden in Höhe von mehr als 500.000 Euro bekannt, 400.000 Euro davon in Brandenburg. Zum Glück seien keine Personen zu Schaden gekommen, so Kallensee.

Zerstörte Balustrade am Rand des Parks Sanssouci am Friedensteich. Quelle: MAZonline

Besonders schlimm hat es die Potsdamer Anlagen getroffen: Allein im Park Sanssouci gingen 100 Bäume verloren, im Neuen Garten 80 und im Park Babelsberg rund 60.

Die insgesamt 120 Gärtner der Stiftung kümmern sich um die Schäden. Doch für manche Arbeiten wie Baumfällungen müssen Fachfirmen angefordert werden. Die seien aber zurzeit ausgebucht, so Kallensee.

Abgebrochener Baum direkt am Ufer des Heiligen Sees in Potsdam. Quelle: privat

Stiftung beklagt Vandalismus in geschlossenen Parks

Die SPSG bittet ausdrücklich darum, die geschlossenen Areale nicht zu betreten und die entsprechenden Ausschilderungen zu beachten, da von frei hängenden Kronen- bzw. Starkastausbrüchen immer noch Gefahren ausgehen können. „Es besteht Gefahr für Leib und Leben“, warnt der Stiftungssprecher.

Umgestürzter Baum direkt neben der Quelle: MAZonline

Doch nicht alle halten sich an die Verbote: Geschlossene Parks werden widerrechtlich betreten, und es werden sogar Schlösser und Ketten aufgebrochen. Bis Dienstag hatte die Stiftung bereits 36 Fälle zu verzeichnen. Wer die geschlossenen Parks und Gärten betritt, tut dies auf eigene Gefahr. Dies sei zudem eine Ordnungswidrigkeit, so SPSG-Sprecher Kallensee.

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