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Schädlingsplage bedroht Sonnenblumen

Fruchtfliegen-Alarm in Brandenburg Schädlingsplage bedroht Sonnenblumen

Der landwirtschaftliche Anbau von Sonnenblumen in Brandenburg ist in Gefahr: Die aus Nordamerika stammende Sonnenblumenfruchtfliege breitet sich in der Mark aus. Laut einer Risikoanalyse des Julius-Kühn-Instituts drohen Ernteausfälle von bis zu 37 Prozent.

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Ausgewachsene Wallnussschalenfruchtfliege.

Quelle: LELF Brandenburg

Frankfurt (Oder). Zwei aus Nordamerika stammende Fruchtfliegenarten breiten sich in Brandenburg aus – und sorgen für Schäden. Laut Landesamt für Ländliche Entwicklung (LELF) handelt es sich um die Sonnenblumen- und die Walnussfruchtfliege. Das größere Schadenspotenzial habe Erstere, weil im Land auf 10 000 Hektar Sonnenblumen angebaut werden. In einer Risikoanalyse des Julius-Kühn-Instituts – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen – wird von möglichen Ernteausfällen von bis zu 37 Prozent im landwirtschaftlichen Sonnenblumenanbau gesprochen, bestätigte ein LELF-Sprecher am Mittwoch.

„Die Fliegenweibchen legen ihre Eier ab Juli in der grünen Fruchtschale der Walnüsse ab“, heißt es in einer Mitteilung des Landesamts. „Die sich entwickelnden Larven verursachen die Schäden an der Fruchtschale, diese wird zunehmend schwarz und schleimig. Sind die Larven ausgewachsen, bohren sie sich aus den Früchten oder fallen mit ihnen zu Boden, um sich in der obersten Bodenschicht zu verpuppen.“ Die Folgegeneration entwickele sich schließlich mit dem Schlupf der Fliegen im nächsten Jahr.

Sonnenblumen-Fruchtfliege erstmals 2008 gesichtet

Großartige Möglichkeiten, mit Pflanzenschutzmitteln einzugreifen, gebe es nicht, erklärte ein LELF-Sprecher weiter. Das Aufhängen von Gelbtafeln ab Ende Juni könne die Anzahl der Fliegen reduzieren, habe aber nach bisherigen Erfahrungen keinen merklichen Effekt auf den Befall. Auf Grund der lang anhaltenden Schlupfperiode der Fliegen aus dem Boden und der hohen Dichte von Walnussbäumen im Siedlungsraum werde auch mit einer Bodenabdeckung keine ausreichende Wirkung erzielt. Als natürliche Gegenspieler der Fruchtfliegen kämen derzeit nur Laufkäfer, Puppenräuber und Vögel in Betracht.

Erwachsene Sonnenblumenfruchtfliege

Erwachsene Sonnenblumenfruchtfliege.

Quelle: LELF Brandenburg

Erstmals gesichtet wurde die Sonnenblumen-Fruchtfliege 2008 in der Nähe des ehemaligen Berliner Flughafens Tempelhof. In diesem Jahr wurden Exemplare in den Landkreisen Barnim und Potsdam-Mittelmark entdeckt. Die Walnussfruchtfliege wurde in der Region erstmals 2012 entdeckt. Mittlerweile kommt sie in ganz Berlin und weiten Teilen Brandenburgs vor. Die Bäume selbst werden durch sie nicht geschädigt. Betroffen sind nur die Nüsse, die schwarz und unansehnlich werden. Diese sollten vernichtet werden, rät der Experte. Wie die Insekten nach Brandenburg eingeschleppt wurden, sei noch unklar.

Von MAZonline, dpa

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