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Schäfer fordern Wolfsobergrenze und mehr Geld

Wölfe und Weidetiere Schäfer fordern Wolfsobergrenze und mehr Geld

Der Vorsitzende der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände (VDL), Jürgen Lückhoff, fordert mehr Unterstützung für Schäfer im Zusammenhang mit der wachsenden Ausbreitung der Wölfe. Auf Bundesebene sei bisher viel zu wenig passiert, sagt Lückhof und warnt vor „unkalkulierbaren rechtlichen Risiken für alle Betriebe mit Weidetierhaltung.“

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Schafhalter bekommen in einigen Bundesländern Förderung für Schutzzäune und den Kauf von Herdenschutzhunden. Doch der Unterhalt eines Hundes koste jährlich etwa 1000 Euro, was die Schäfer tragen. Pro Standort sind zwei Schutzhunde nötig.
 

Quelle: Andrea Löbbecke

Potsdam.  Die wachsende Ausbreitung der Wölfe stellt Deutschlands Schafzüchter vor zunehmende Probleme. Der Vorsitzende der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände (VDL), Jürgen Lückhoff, forderte daher höhere Ausgleichszahlungen und die verbindliche Festlegung auf eine Größe der Wolfspopulation. Auf Bundesebene sei da viel zu wenig passiert, und in den Bundesländern gebe es – je nach Besetzung der Ressorts für Umwelt und Agrar – sehr unterschiedliche Regelungen, sagte er der dpa in Karow in Mecklenburg-Vorpommern.

Keine konkreten Zahlen zu Betriebsaufgaben wegen Wölfen

„Die Rückkehr des Wolfes führt zu unkalkulierbaren rechtlichen Risiken für alle Betriebe mit Weidetierhaltung“, erläuterte Lückhoff. Bei Konferenzen der Länderagrar- und -umweltminister ist nach Ansicht der Schäfer bisher kaum Zählbares herausgekommen. Viele Schäfer stellen ihre Wirtschaftlichkeit inzwischen in Frage, sagte Lückhoff. Konkrete Zahlen zu Betriebsaufgaben wegen der Raubtiere gebe es aber nicht. Deutschlandweit würden etwa 1,5 Millionen Schafe gewerblich gehalten.

„Es ist auch eine psychische Belastung, wenn man tote oder schwer verletzte Schafe oder Lämmer von der Weide holen muss“, argumentiert der Verbandschef.

Ein Herdenschutzhund koste Schäfer rund 1000 Euro pro Jahr

Zwar bekämen Schafhalter in einigen Bundesländern zwar Förderung für Schutzzäune und den Kauf von Herdenschutzhunden. Doch der Unterhalt eines Hundes koste jährlich etwa 1000 Euro, was auch die Schäfer tragen. Pro Standort sind zwei Schutzhunde nötig.

In Deutschland leben nach Angaben des Freundeskreises freilebender Wölfe derzeit etwa 47 Rudel, 21 Wolfspaare und mehrere Einzelwölfe. „Das sind mindestens 500 Wölfe“, schätzte Lückhoff, ein Rudel habe in der Regel acht bis zehn Tiere. Bundesweit wurden 2015 nach amtlicher Statistik bei etwa 200 Wolfsattacken rund 700 Schafe, Rinder und andere Nutztiere getötet. Für 2016 rechnet Lückhoff mit höheren Zahlen. Dem Verband gehören rund 8000 Mitglieder an.

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Von Winfried Wagner

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