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Schätzen wir die Arbeit von Polizisten genug?

Kommentar zum Drama von Müllrose Schätzen wir die Arbeit von Polizisten genug?

Der Schock nach dem Drama von Müllrose sitzt tief – ein 24-Jähriger tötet zunächst seine Großmutter. Wenig später fährt er zwei Polizisten tot. Den Familien der getöteten Polizisten gehört unser Mitgefühl. MAZ-Chefredakteur Thoralf Cleven fragt in seinem Kommentar, ob wir die Arbeit von Polizeibeamten genug wertschätzen.

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Die B87 zwischen Oegeln und Beeskow (Brandenburg): Hier überfuhr ein 24-jähriger Flüchtiger auf der Flucht zwei Polizisten, die sofort starben.

Quelle: Julian Stähle

Potsdam. Dieser Fall ist entsetzlich. Ein 24-Jähriger tötet seine Oma und überfährt bei seiner Flucht gnadenlos zwei Polizisten an einer Straßensperre. Er hält auf sie mit irrsinniger Geschwindigkeit zu, ihm ist egal, dass er sie gleich tötet. Die Beamten hinterlassen Frauen und Kinder. Die Verzweiflung in diesen Familien, auch in der des Täters, kann sich wohl niemand von uns vorstellen. Ihnen gehört unser Mitgefühl.

Der Schock sitzt tief bei vielen von uns. Man fragt sich, was in solchen Menschen vor sich geht. Wahrscheinlich nicht mehr viel, das legt auch sein Strafenregister nah. Warum und wieso – das werden die Ermittlungen ergeben. In einem Prozess erwartet den 24-Jährigen sicher eine lebenslange Strafe.

MAZ-Chefredakteur Thoralf Cleven kommentiert

MAZ-Chefredakteur Thoralf Cleven kommentiert.

Quelle: Friedrich Bungert

Ein anderer Gedanke als an die mögliche Bestrafung eines Mörders bewegt mich mehr: Begegnen wir denen, die uns täglich schützen oder auch mal verwarnen, mit dem Respekt, den sie verdienen? Schätzen wir die Arbeit von Polizisten, die einen Haufen Überstunden schieben, ausreichend? Schenken Sie doch einmal dem Beamten auf der Straße ein Lächeln oder schütteln Sie ihm mal zum Dank die Hand! Das tut gerade in solchen Stunden gut.

Von Thoralf Cleven

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