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Brandenburg Schelte für AfD-Politiker aus eigener Partei
Brandenburg Schelte für AfD-Politiker aus eigener Partei
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16:37 12.05.2016
Der AfD-Landtagsabgeordnete Franz Josef Wiese. Quelle: dpa-Zentralbild
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Potsdam

Der brandenburgische AfD-Landtagsabgeordnete Franz Josef Wiese hat harsche Kritik an den Mitgliedern seiner eigenen Partei geübt. „Ich glaube, die meisten AfD-Wähler wissen gar nicht, was für Leute bei uns sind“, sagte der 63-Jährige der „Bild“-Zeitung . Bei der Gründung der Partei sei jeder aufgenommen worden, klagte Wiese. „Von ehemaligen SED-Genossen über spinnerte Weltverbesserer bis zu Leuten mit Verfolgungswahn war alles dabei.“

Wiese befürchtet, dass Volksverhetzer in den Landtag kommt

Er sei auch erschüttert darüber, dass Fraktionskollegen ein früheres NPD-Mitglied als Mitarbeiter beschäftigt hätten. Außerdem fürchtet Wiese, dass der uckermärkische Kreisvorsitzende Jan-Ulrich Weiß als Nachrücker ins Parlament kommen könnte. Weiß muss sich nach der Veröffentlichung einer antisemitischen Karikatur demnächst wegen Volksverhetzung vor Gericht verantworten.

Jan-Ulrich Weiß. Quelle: MAZ

„Wenn Weiß ins Parlament kommt, haben wir ein Problem“, sagte Wiese. Und wenn nicht, gebe es ein weiteres: Denn dann würde eine Mitstreiterin aus seinem Kreisverband Märkisch-Oderland nachrücken, sagte er. „Das kann dann richtig peinlich werden.“ Gegen Weiß ermittelt außerdem gerade die Staatsanwaltschaft Neuruppin. Ihm wird vorgeworfen, Zigaretten im großen Stil geschmuggelt zu haben.

Gauland sieht die Vorwürfe gelassen

Konsequenzen werde diese heftige parteiinterne Schelte für Wiese nicht haben, sagte sein Fraktionschef Alexander Gauland dazu. „Wiese ist ein Urgestein, insofern habe ich über manches geschmunzelt“, sagte er. Es klinge so, als sei die AfD eine Partei der Geisterheiler und Handaufleger. „Das nehme ich überhaupt nicht ernst.“

Franz Josef Wiese selbst musste sich gegen Vorwürfe wehren. Gegen ihn wurde einst wegen Steuerhinterziehung ermittelt, berichtet die Bild-Zeitung.

Von Klaus Peters, dpa

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