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Schlechte Neuigkeiten für Maurice

Zurück aus London Schlechte Neuigkeiten für Maurice

Spezialisten in London halten den Hirntumor des zwölfjährigen Maurice derzeit für inoperabel – das Geschwür müsste zuvor schrumpfen. Doch obwohl die Prognosen momentan sehr schlecht sind, gibt die Familie nicht auf. Die weitere Behandlung wird nun umgestellt.

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Maik (l.) und Kathrin Wegner (r.) kehrten mit Maurice und einer Freundin der Familie erschöpft und traurig nach Hause zurück.

Quelle: Julian Stähle

Blankenfelde-Mahlow. Mit gemischten Gefühlen kam am Freitagnachmittag der schwer krebskranke Maurice (12) mit seinen Eltern und einer guten Freundin der Familie aus London zurück. Auf dem Besuch bei den dortigen Spezialisten ruhte die Hoffnung der ganzen Familie. „Wir mussten die Terminabsprache in London am Mittwoch natürlich verschieben“, berichtete Maik Wegner, „Das war ein ziemliches Problem.“

Wegen des Streiks am Flughafen traf die Familie mit ihrem an einem Gehirntumor erkrankten Sohn aus Blankenfelde-Mahlow (Teltow-Fläming) erst mit einer Verspätung von zwölf Stunden ein.

Erst um 20.30 Uhr konnten sie in ihr Hotel einchecken. „Wir waren völlig fertig“, sagt Maik Wegner. Am Donnerstag musste Maurice den ganzen Tag lang mehrere Untersuchungen über sich ergehen lassen. „Er wurde von Kopf bis Fuß untersucht“, sagte sein Vater. Unter anderem musste er sich in einen besonderen Magnetresonanztomografen quetschen, der dreidimensionale Bilder vom Gehirn liefert. Das allein dauerte drei Stunden. Seine Eltern sind dankbar für die gute Betreuung in England und die Hilfe der Spezialisten. Leider sind die Ergebnisse negativ. „Die Prognosen sind schlecht“, berichtete Maik Wegner. Eine Operation sei nicht möglich, weil der Tumor dafür immer noch zu groß ist. An der Berliner Charité war er durch die Behandlung bereits drastisch geschrumpft, Lähmungserscheinungen verschwanden. „Wir müssen das akzeptieren und damit umgehen.“

Um den Tumor auf eine operable Größe zu schrumpfen, sollen Maurice die Medikamente nun direkt in den Tumor gespritzt werden. Sobald das möglich ist, wird die Familie erneut nach London aufbrechen. „Jetzt können wir erst mal nichts mehr tun, als abzuwarten“, sagte Maik Wegner. Am Dienstag werden sie mehr Informationen aus Großbritannien bekommen. „Das alles hat geschlaucht“, sagte der Zwölfjährige. Er sei traurig und vor allem erschöpft. „Wir sind sehr stolz auf Maurice, dass er so tapfer war“, sagte seine Mutter Kathrin. Sie sei auch dafür dankbar, dass sie vor Ort Unterstützung von ihrer Freundin bekommen hatten, die für sie als Dolmetscherin mitgefahren war.

Nach den Strapazen sind die Wegners froh, jetzt vorerst wieder daheim zu sein. „Ich bin erleichtert, dass die Fahrt trotz des Streiks am Mittwoch so gut geklappt hat“, sagte Kathrin Wegner. „Wir denken weiter positiv.“ Ihr Mann ergänzte: „Wir werden nichts unversucht lassen. Ohne die Unterstützung vonseiten der vielen Spender sei diese Reise gar nicht möglich gewesen. Dafür sind wir sehr dankbar“, betonten die Eltern.

Von Christina Koormann

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