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Schleusen sind seit Donnerstag dicht

Streik trifft Binnenschiffer und Wasserurlauber Schleusen sind seit Donnerstag dicht

Kein Durchkommen auf märkischen Gewässern: In Brandenburg sind seit Donnerstagmorgen zahlreiche Schleusen dicht. Mit einem dreitägigen Streik legt die Gewerkschaft Verdi den Schiffsverkehr in der Region lahm. Binnenschiffer und Wassertouristen müssen mit langen Wartezeiten rechnen.

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Quelle: dpa

Die bundesweiten Streikaktionen von Schleusenwärtern haben am Donnerstag Brandenburg und Berlin erreicht. Rund 500 Beschäftigte der Wasser -und Schifffahrtsverwaltung legten ihre Arbeit am frühen Morgen für drei Tage nieder. In Brandenburg blieben 17 Schleusen und die automatisierten Selbstbedienungsschleusen des Wasser- und Schifffahrtsamts Eberswalde dicht. Die Tourismusbranche zeigte sich nicht begeistert.

„Dieser Streik fällt ausgerechnet in die Hauptreisezeit, was fatale Auswirkungen hat”, sagte der Geschäftsführer der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH, Dieter Hütte. Mit der Aktion der Schleusenwärter werde vielen Besuchern, die in den kommenden Tagen mit Booten in Brandenburg unterwegs seien, bewusst der Urlaub kaputtgemacht. „Touristen können nicht einfach das Verkehrsmittel wechseln und werden somit in eine Notsituation getrieben.” Im brandenburgischen Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) sorgte der Streik für ungewohnte Ruhe. Am Vormittag näherte sich nahezu kein Boot oder Schiff der Schleuse am Teltow-Kanal. Normalerweise führen etwa zehn Binnenschiffe und ein Fahrgastschiff die Anlage an, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes. Vor allem werde die Schleuse aber von Sportbooten genutzt. 25 bis 40 seien es täglich, aktuell in der Ferienzeit sowie an Wochenenden kämen bis zu 100 Boote.

Am Donnerstag sind rund 30 Schleusen in Brandenburg geschlossen.

Quelle: dpa

Am Freitag soll sich die Zahl der bestreikten Schleusen im Land auf acht reduzieren. Betroffen sind dann weiter Kleinmachnow, Woltersdorf, Wernsdorf, Fürstenwalde, Eisenhüttenstadt, storkow, Neue Mühle und Kummersdorf. Mit der Aktion will die Gewerkschaft Verdi den Druck im Tarifstreit mit dem Bund erhöhen. Verdi fordert für die Beschäftigten der Wasser -und Schifffahrtsverwaltung den Abschluss eines Tarifvertrags mit festgeschriebenem Kündigungsschutz und einer Sicherheit vor Lohneinbußen. Hintergrund sind Pläne des Bundes, 4000 der rund 12.000 Jobs in der Branche zu streichen. Dieser Stellenabbau soll nach dem Willen der Gewerkschaft sozialverträglich in einem Tarifvertrag geregelt werden.

Das Schiffshebewerk Finow ist nur am Donnerstag von dem Streik betroffen.

Quelle: dpa

Verdi-Bereichsleiter Klaus Weber rechnet nach bisher zwei ergebnislosen Verhandlungen mit dem Bundesinnenministerium und dem Bundesverkehrsministerium nicht mit einer schnellen Einigung. „Das ist ein zähes Ringen.” Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) habe die Kernaussagen eines möglichen Tarifvertrags zwar mündlich zugesichert. „Das reicht uns gerade vor der Bundestagswahl aber nicht”, sagte Weber.

Das Bundesverkehrsministerium sicherte den Beschäftigten die soziale Absicherung hingegen erneut zu. Ramsauer habe in einem Schreiben an Verdi auch auf die Einschätzung eines Gutachters verwiesen, wonach „ein einklagbarer Anspruch” gegenüber künftigen Bundesregierungen bestehe, teilte das Ministerium mit.

dpa

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Verdi will neuen Tarifvertrag

Kein Durchkommen an Berliner und Brandenburger Schleusen: Die Gewerkschaft Verdi hat ab Donnerstag zu einem dreitätigen Streik aufgerufen. An den Brandenburger Schleusen in Kleinmachnow, Woltersdorf, Wernsdorf, Fürstenwalde und Eisenhüttenstadt kommen die Schiffe dann nicht weiter.

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