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Schleusenzeiten stoßen auf Unverständnis

Schifffahrt in Brandenburg Schleusenzeiten stoßen auf Unverständnis

Der Sportbootverkehr in Brandenburg ist durch die Entscheidung des Bundes eingeschränkt, die Betriebszeiten bei bestimmten Schleusen drastisch zu reduzieren. Anders ausgedrückt. Skipper sollten sich auf dem Nachhauseweg beeilen. Zudem werden Ausfälle für die regionale Wirtschaft befürchtet.

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Freizeitkapitäne warten darauf, dass die Schleuse öffnet.

Quelle: Foto: dpa

Potsdam. Die eingeschränkten Öffnungszeiten von Schleusen in Brandenburg sorgen weiter für Ärger. Die Präsidentin des Landestourismusverbandes, Britta Stark, hat das Bundesverkehrsministerium zu Beginn der neuen Wassersportsaison aufgefordert, eine Regelung aus dem Vorjahr zurückzunehmen. Durch das Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin waren die Betriebszeiten der Schleusen an der Dahme-Wasserstraße und an den Storkower Gewässern wochentags auf 18 und an den Wochenenden auf 19 Uhr begrenzt worden – zuvor war bis 22 Uhr geöffnet ( MAZ berichtete). Brandenburg sei mit 33 000 Kilometern Fließgewässer und mehr als 3000 Seen das wasserreichste Bundesland, sagte Stark dem RBB.

Für den Tourismus sei es von existenzieller Bedeutung, dass die Wassersportreviere über maximal ausgelastete Schleusen verbunden bleiben. Stark – im Hauptamt Landtagspräsidentin – forderte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) als Dienstherrn des Schifffahrtsamtes auf, sich von den Auswirkungen der Fehlentscheidung vor Ort ein Bild zu machen. „Bedauerlich, dass die Tourismuswirtschaft nicht angehört wird“, so Stark. Umfragen hätten ergeben, dass Hotelbetreiber und Gastwirte bereits unter den eingeschränkten Zeiten zu leiden hätten. „Der Bund als Besitzer der Schleusen ist in der Pflicht, den Betrieb wieder auszuweiten.“

Der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes, Michael Scholz, wies die Kritik zurück. Durch die verminderten Betriebszeiten sei der Sportbootverkehr nur um 2,5 Prozent zurückgegangen. „Das ist marginal“, sagte Scholz. Die Reduzierung begründete er mit notwendigen Einsparungen. Spätestens 2019 werde sich die Lage entspannen. Dann soll in Berlin-Grünau eine zentrale Fernsteuerung für die Schleusen in Betrieb gehen.

Für Ellen Rußig, Chefin des Tourismusverbandes Seenland Oder-Spree, ist das allenfalls Zukunftsmusik. Die gesamte Wassersportregion Ostbrandenburgs mit rund 300 Seen, die vor allem auf Berliner Gäste ausgerichtet sei, benötige eine sofortige Lösung.

Von Volkmar Krause

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