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Brandenburg Schleuser kassierte 2400 Euro für Todesfahrt
Brandenburg Schleuser kassierte 2400 Euro für Todesfahrt
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14:27 14.06.2016
Der Syrer Muhammad H. (M) steht am 14.06.2016 zum Prozessauftakt in einem Verhandlungssaal des Landgerichts in Frankfurt (Oder). Quelle: dpa
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Frankfurt (Oder)

Im Schleuser-Prozess am Landgericht Frankfurt (Oder) hat am Dienstag ein erster Zeuge ausgesagt. Der 43-jährige Jurist aus Syrien, der inzwischen als Flüchtling in Österreich lebte, zeigte bei seinen Schilderungen immer wieder auf den Angeklagten. Muhammad H. sei schuld daran, dass sein Vater am 21. April vergangenen Jahres bei der Überfahrt von der Türkei nach Griechenland ertrunken sei und die Leiche bis heute nicht gefunden wurde, sagte der Zeuge.

Dem 37-jährigen Syrer Muhammad H. wird das Einschleusen von Ausländern mit Todesfolge vorgeworfen. Er soll die 48 Kilometer lange Überfahrt von acht syrischen Flüchtlingen mit einem kleinen Motorboot organisiert und dafür pro Person 2400 Euro kassiert haben. Das überfüllte Boot geriet unterwegs in Seenot und kenterte. Die zwei Bootsführer und drei Flüchtlinge ertranken. Der Zeuge selbst war damals nicht an Bord, aber seine bei ihm lebende Halbschwester. Sie habe den Angeklagten anhand von Fotos identifiziert, gab ihr Bruder vor Gericht an.

Der Prozess wird am Mittwoch mit weiteren Zeugenvernehmungen fortgesetzt. Dann sollen zwei Überlebende der gescheiterten Bootsflucht gehört werden.

Von dpa

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