Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Schnee im Anmarsch: Jetzt wird’s schmuddelig

Herbstsonne adieu Schnee im Anmarsch: Jetzt wird’s schmuddelig

Tagsüber ganz schön sonnig, nachts ganz schön kalt. So golden hat sich der Oktober bislang präsentiert. Damit ist es nun vorbei. Es wird kalt und schmuddelig. Ein Meteorologe erklärt, warum es für die Jahreszeit zu kalt ist und wie die nächsten Wochen werden.

Voriger Artikel
Senftleben fordert Zustimmung zum Asylpaket
Nächster Artikel
EU-Parlament prüft BER-Milliarden

Morgens muss man jetzt wohl ein bisschen mehr Zeit einplanen.

Quelle: MAZ

Potsdam. Es ist erst Mitte Oktober, doch viele Brandenburger mussten in der Früh schon die Eiskratzer auspacken und über die Frontscheibe hobeln. Tagsüber ganz schön sonnig, nachts ganz schön kalt – zu kalt für diese Jahreszeit?

Ja und nein, sagt Thomas Endrulat vom Deutschen Wetterdienst in Potsdam. „Wenn man den klimatologischen Mittelwert betrachtet, ist es für einen Oktober zu kalt“, erklärt er. Mittelwerte schließen aber Ausreißer nach oben oder unten nicht aus, meint der Diplommeteorologe. „Dass es kälter ist als im Mittelwert, ist deswegen nicht ungewöhnlich.“

Normal für Oktober wären sieben Grad in der Früh – statt null

Normal für einen Oktober wären sieben Grad in der Früh und 14 Grad am Nachmittag. „Wir hatten jetzt in der Früh Null grad und mittags sechs bis sieben Grad“, so Endrulat. „Die Luft fühlt sich sehr kalt an und daran wird sich erst mal nichts ändern“, sagt der Wetterexperte voraus.

Meteorologe Thomas Endrulat

Meteorologe Thomas Endrulat

Quelle: MAZ

Die Ursache des Bibberherbstes ist ein Hochdruckgebiet über Russland, das für sibirisch kalte Luft sorgt. Besonders frostig war es deswegen, weil es so gut wie keine Wolken gab. Daher die gefrorenen Scheiben am Auto. Doch das könnte sich jetzt ändern. Denn die Sonne verabschiedet sich erst mal und verschwindet hinter einer trüben Wolkendecke.

Richtiges Erkältungswetter

„Es wird herbstlich, schmuddelig, nass und es bleibt kalt. Richtiges Erkältungswetter eben“, sagt Thomas Endrulat. „Die Woche ist wettertechnisch also eher gelaufen.“ Richtung Fläming könnten sich sogar erste Schneeflocken unter den Nieselregen mischen. Aber richtigen Schnee werde es noch nicht geben, meint der Meteorologe. Und Schreibenkratzen ist wohl auch nicht mehr so viel angesagt: „Die Wolkendecke hat auch etwas Positives: Es wird nachts nicht mehr ganz so frostig“, meint Endrulat.

Achtung vor Nebel und vor nassem Laub

Die Gefahr für Autofahrer durch Reifglätte geht also etwas zurück, viel größer sei aber derzeit ohnehin die Gefahr durch nasses und rutschiges Laub. „Und die schräg stehende Sonne, die Autofahrer blendet. Aber damit ist es ja jetzt erst mal vorbei“, sagt Endrulat. Der ADAC Berlin-Brandenburg warnt die Autofahrer außerdem vor plötzlich auftauchenden Nebelbänken.

Die Verkehrsexperten raten: Tagsüber mit Abblendlicht fahren, größeren Abstand halten (Mindestabstand gleich Tacho) und bei 50 Metern Sichtgrenze die Nebelschlusslichtleuchte aktivieren.

Und wird Weihnachten jetzt weiß?

Der Sommer 2015 war sehr groß, ein Jahrhundertsommer, meinen manche. Folgt jetzt der Jahrhundertwinter? „Es gibt es keine festen Zusammenhänge zwischen Sommer und Winter“, erklärt Thomas Endrulat vom Deutschen Wetterdienst. „Spekulieren kann man immer viel, aber das liegt ja nur daran, dass die Menschen so schnell vergessen, wer was vorhergesagt hat.“ Und deswegen werde es so wie in jedem Jahr: Statistisch gesehen erleben wir eine weiße Weihnacht – mit 20-prozentiger Wahrscheinlichkeit.

Von Torsten Gellner

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg