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Schnelles Internet für jeden 2. Brandenburger

Operation Breitbandausbau Schnelles Internet für jeden 2. Brandenburger

Fast 3000 km Glasfaserkabel sind verlegt, 2000 bestehende Kabelverzweiger aufgerüstet und 100 Millionen Euro investiert: Die Breitband-Offensive für schnelleres Internet in Brandenburg gilt jetzt als umgesetzt. Trotzdem hat nur jeder zweite Märker Zugang zu schnellem Internet. MAZ will wissen: Wie sieht es bei Ihnen aus?

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Glasfaserkabel sollen auch die unterversorgten Brandenburger mit schnellem Netz versorgen.

Quelle: dpa

Potsdam. Fast 3000 Kilometer Glasfaserkabel wurden verlegt, rund 2000 bestehende Kabelverzweiger aufgerüstet und 100 Millionen Euro investiert: Der Breitbandausbau für schnelleres Internet in Brandenburg geht allmählich voran. Das Konzept „Glasfaser 2020“ gilt seit Freitag als umgesetzt. Symbolisch wurde der letzte umgerüstete Kabelverzweiger der Deutschen Telekom in Bolschwitz (Oberspreewald-Lausitz) in Betrieb genommen.

Etwas mehr als die Hälfte der Haushalte haben damit nach Angaben des Wirtschaftsministeriums Zugang zu einer besseren Datenübertragungsrate. Vor dem Start des Ausbaukonzepts hatten nur knapp ein Drittel Zugang zu den rasanten Verbindungen.

50 Mbit für 50 Prozent

Einer Untersuchung des Tüv Rheinlands zufolge sind 51,3 Prozent der Haushalte mit Breitband versorgt, das eine Datenübertragung von mehr als 50 Megabit pro Sekunde ermöglicht. „Mit diesem Ausbaugrad haben wir in Ostdeutschland die Nase vorn“, sagte Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD). Bundesweit aber hinkt Brandenburg den anderen Flächenländern weiter deutlich hinterher, liegt an zehnter Stelle.

Deshalb ist Heide Schinowsky, wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen, auch nicht euphorisch. „Das Entwicklungskonzept ist zwar umgesetzt, wirklich schnelles Internet ist aber trotzdem für fast die Hälfte aller Brandenburger leider immer noch Zukunftsmusik“, erklärte sie. Die rot-rote Landesregierung müsse neben dem weiteren Ausbau vor allem sicherstellen, dass auch beim Anschluss der Endverbraucher an die Verteilstellen auf die schnelle Glasfasertechnologie gesetzt wird, forderte sie.

Brandenburger wählen langsame Tarife – aus Mangel an Alternativen

Die in der Praxis immer noch niedrige Versorgung mit Hochgeschwindigkeitszugängen spiegelt sich auch in einer aktuellen Auswertung des Preisvergleichsportals Check 24 wieder. Ähnlich wie die Sachsen-Anhaltiner oder Thüringer wählen die Brandenburger – meist notgedrungen – bei Vertragsabschluss einen langsameren Anschluss mit bis zu 16 Megabit pro Sekunde.

Demnach gibt es ein deutliches Ost-West-Gefälle: In Westdeutschland entscheiden sich ein Viertel aller Kunden für einen schnellen Internetanschluss mit bis zu 50 MBit/s oder mehr. Warum? „Weil sie es können“, heißt es bei Check 24. Im Osten sind es dagegen nur elf Prozent aller Kunden. Und Brandenburg ist Schlusslicht: Nur sieben Prozent der Märker entscheiden sich für einen Hochgeschwindigkeitszugang – auch aus Mangel an rasanteren Alternativen.

info Wie sind Ihre Erfahrungen mit schnellem Internet? Surfen Sie schon oder warten Sie noch? Schreiben Sie uns: Märkische Allgemeine, Friedrich-Engels-Straße 24, 14473 Potsdam;
leserbriefe@MAZ-online.de oder auf www.facebook.com/MAZonline

Von Torsten Gellner

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