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Schon 147 Waldbrände in Brandenburg

Viele Brandstiftungen in diesem Jahr Schon 147 Waldbrände in Brandenburg

Kaum ein Tag vergeht, an dem im Sommer nicht irgendwo in Brandenburg ein Waldbrand gemeldet wird. Trockenheit, hohe Temperaturen und auch Brandstiftung haben in diesem Jahr bereits zu 147 Waldbränden geführt. Für die Mitarbeiter in den sechs Überwachungszentralen gilt aktuell volle Konzentration.

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Quelle: dpa

Potsdam. Trockenheit, hohe Temperaturen und auch Brandstiftung haben in diesem Jahr bereits zu 147 Waldbränden in Brandenburg geführt. Etwa 82 Hektar Wald wurden bislang ein Raub der Flammen. Im gesamten Jahr 2015 waren 315 Feuer in den Forsten gezählt worden, wie der Landeswaldbrandbeauftragte, Raimund Engel, am Dienstag mitteilte. Im Rekordjahr 2003 waren es 679.

In vier von 14 Landkreisen gelte derzeit temperaturbedingt die zweithöchste Waldbrandstufe vier, hieß es. Für die übrigen Regionen gelte die drei.

Aktuelle Waldbrandwarnstufen

Viele Brände durch Brandstiftungen

Es gebe überproportional viele Probleme mit Brandstiftern dieses Jahr. Besonders betroffen sei Oberhavel. Ein Drittel der landesweit festgestellten Waldbrände seien dort ausgebrochen. Für einen Großteil davon waren laut Engel Brandstifter verantwortlich.

Brandursache Fahrlässigkeit

Natürliche Brandursachen wie Blitzschlag seien eher die Ausnahme. Meist sei es Fahrlässigkeit, die dazu führe, dass sich Waldböden entzünden. Das Ursachenspektrum reicht laut Engel von der achtlos weggeworfenen Zigarettenkippe bis hin zu Grillunfällen. „Ich kenne auch Fälle, wo Leute am Waldrand ihre Autos reparieren und mit funkensprühenden Winkelschleifern hantieren“, erläuterte der Landeswaldbrandbeauftragte.

Ehemalige Militärflächen besonders gefährdet

Zu Problemen kommt es in der warmen Jahreszeit auch insbesondere auf ehemaligen Militärflächen. Einer der Hotspots sei das Alte Lager bei Jüterbog. Erst Ende Mai hat es dort großflächig gebrannt. Hier komme es in regelmäßigen Abständen zur Selbstentzündung von Munitionsresten, berichtete Engel. Weil das Löschen für Feuerwehrleute auf diesen Flächen viel zu gefährlich sei, müssten Grundeigentümer im Einzelfall zuschauen, wie ihr Wald abbrennt.

100 Kameras als Feuerwacht

Insgesamt ein Drittel der Brandenburger Landesfläche, rund 1,1 Millionen Hektar, sind mit Wald bedeckt. Ein Netz mit mehr als hundert Kameras überwacht die Forsten. In sechs regionalen Auswertungszentralen laufen die Überwachungsbilder auf. Eine Kamera ersetzt einen Feuerwachturm. Als Waldbrandsaison gelten die Monate von März bis September.

Von dpa

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