Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Schon 15 Badetote in Brandenburgs Gewässern

Traurige Zwischenbilanz Schon 15 Badetote in Brandenburgs Gewässern

Bei der Sommerhitze nutzen viele die Gelegenheit in Brandenburgs Gewässern eine Abkühlung zu nehmen. Doch eine erste Zwischenbilanz ist besonders traurig. In dieser Badesaison sind allein in Brandenburg bereits 15 Menschen im Wasser ertrunken. Überwiegend waren es Männer. Häufigste Ursache für den tragischen Tod: Selbstüberschätzung.

Voriger Artikel
Wichtige Fragen zu Flüchtlings-Zeltstädten
Nächster Artikel
Imtech-Pleite kam für BER nicht unerwartet

Der Badeausflug endete für 15 Menschen in Brandenburgs Gewässern tödlich.

Quelle: dpa

Brandenburg. In diesem Jahr sind bereits 15 Menschen beim Baden in Brandenburger Gewässern ertrunken. Es waren überwiegend Männer. Eine traurige Zwischenbilanz. Oft seien Selbstüberschätzung und riskantes Verhalten wie etwa Schwimmen unter Alkoholeinfluss die häufigsten Ursachen für die tödlichen Bade-Unfälle, sagte der Einsatzleiter der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), Jens Serbser, auf Anfrage.

Schon jetzt entspreche die Zahl der Badetoden dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Im ganzen letzten Jahr waren 17 Menschen beim Baden ums Leben gekommen und im Jahr 2013 insgesamt 21. Doch der Sommer 2015 ist noch nicht vorbei.

Knapp zwei bis vier Mal rücken die Notfall-Rettungskräfte allein im Landkreis Potsdam-Mittelmark an warmen Tagen aus, sagte Serbser. „Zu gefährlichen Situationen kommt es häufig, wenn Schwimmer ihre Kräfte überschätzen“, erklärte der Einsatzleiter. „Da nimmt man sich etwa ein ankerndes Schiff oder eine Boje als Zielmarke und denkt nicht daran, dass man auch noch den Rückweg schaffen muss.“ Auch Nichtbeachten der Baderegeln führe zu Unfällen. „So sollte man nicht erst lange in der Sonne liegen und dann mit einem Kopfsprung ins Wasser springen“, sagte Serbser. „Wichtig ist, sich langsam abzukühlen, sonst kann der Kreislauf zusammenbrechen.“

Schwimmkurse können dabei helfen, sicherer im Wasser zu werden. Gleichzeitig lernt man, sein Potenzial einzuschätzen, um zu wissen, wann Schluss sein muss. Inzwischen bietet die Brandenburger DLRG nach vielen Anfragen auch spezielle Schwimmkurse für Flüchtlinge an. In den Herkunftsländern gebe es oft wegen fehlender Schwimmbäder keine frühe Schwimmausbildung wie in Deutschland, erläuterte der Einsatzleiter. Bei den Schwimmkursen müsse aber stets Rücksicht auf kulturelle und religiöse Feinheiten genommen werden, betonte Serbser. Anfang Juli war beispielsweise im Zeischaer Kiessee in Bad Liebenwerda ein 25-jähriger Mann aus Kamerun ertrunken.

Von MAZonline und dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg