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Brandenburg Schon mehr als 230 Brände in Brandenburg
Brandenburg Schon mehr als 230 Brände in Brandenburg
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05:00 27.07.2018
Das Feuer in einem Waldstück bei Fichtenwalde sorgte für einen Großeinsatz der Feuerwehren – es war nicht der erste in diesem Jahr. Quelle: Friedrich Bungert
Potsdam

Das Feuer auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Altes Lager bei Jüterbog (Teltow-Fläming) war gerade mühsam unter Kontrolle gebracht, da wurde die nächste Großlage ausgerufen: An der A9 bei Fichtenwalde war ein Brand ausgebrochen, der sich rasend schnell ausbreitete. Ein Einsatz jagt den nächsten – Feuerwehralltag im Sommer 2018.

Die Waldbrandwarnkarte ist flächendeckend tiefrot. Gefahrenstufe 5 herrscht seit Donnerstag in allen Landkreisen Brandenburgs. Seit Jahresbeginn gab es bereits weit über 230 Waldbrände. In der vergangenen Saison waren es rund 140. Die feuerreichsten Jahre waren 2003 mit fast 670 und 2015 mit 315 Bränden. Der Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel geht davon aus, dass das Jahr 2018 über dem Durchschnitt liegen wird.

Modernste Technik, aber wenig Personal

Anfang Juli hielt ein Großbrand bei Storkow die Feuerwehr in Atem. Dort waren rund 100 Hektar Wald und Feld in Brand geraten. Es war das bis dato größte Feuer des Jahres. Doch dann ging es Schlag auf Schlag. Als der Storkower Flächenbrand gelöscht war, ging die nächste Katastrophenmeldung ein: Feuer auf der Lieberoser Heide – 200 Hektar in Flammen. Hier hatte es vor einem Jahr schon heftig gebrannt. Ähnlich wie beim Brand in Altes Lager erschweren potenzielle Blindgänger die Löscharbeiten.

Ein Waldbrand hat am Donnerstag für Sichtbehinderungen auf der A9 gesorgt. Die Autobahn wurde gesperrt.

Brandenburg ist wegen seiner sandigen Böden und trockenen Wälder prädestiniert für Waldbrände. Deswegen hat das Land das Waldbrandfrüherkennungssystem „Fire Watch“ installiert. Kameras und optische Sensoren überwachen den Wald und schlagen bei verdächtiger Rauchentwicklung Alarm.

Doch die beste Technik ist nichts ohne Personal. Und hier steht das Land vor der größten Herausforderung: Die Feuerwehr besteht fast nur aus freiwilligen Mitgliedern. Rund 38.000 Brandenburger engagieren sich in der Freiwilligen Feuerwehr. 2003 waren es noch fast 48.000.

Von Torsten Gellner

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