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Schröter denkt über eigene Kripo-Ausbildung nach

Reformbedarf Schröter denkt über eigene Kripo-Ausbildung nach

Seit Jahren kritisieren Richter, Staatsanwälte und Kriminalisten die pauschale Polizeiausbildung in Brandenburg. Alle sollen alles können, lautet die Devise. Spezialisten werden nicht hervorgebracht. Nun denkt Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) erstmals über eine spezielle Kripo-Ausbildung nach.

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Brandenburgs Kriminalbeamte könnten womöglich bald eine eigene Ausbildung bekommen. Das hatten Richter und Staatsanwälte seit langem gefordert.

Quelle: dpa

Eberswalde. Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) hat erstmals öffentlich eine grundlegende Reform der Polizeiausbildung ins Spiel gebracht. Bei einem Festakt zum 25-jährigen Bestehen des Landeskriminalamtes in Eberswalde (Barnim) am Freitag kündigte er an, eine spezialisierte Ausbildung für Kriminalpolizisten auf die Agenda einer länderübergreifenden Arbeitsgruppe setzen zu sollen.

Man müsse sich die Frage stellen, ob eine solche Ausbildung nicht doch sinnvoll sei, sagte er. Das Thema soll in der vor zwei Jahren verabredeten Sicherheitskooperation der Länder Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen diskutiert werden. Berlin ist das einzige Land der Gruppe, das seine Kriminalbeamten eigens für ihre Tätigkeit schult. Bislang werden die Polizeischüler in Brandenburg alle zu Generalisten ausgebildet. Erst später entscheidet sich, ob sie Schutzpolizisten oder Kriminalbeamte werden. Schutzpolizisten können bei Bedarf zur Kripo beordert werden – ohne Fachkenntnisse.

Kriminalisten, Richter und Staatsanwälte hatten das wiederholt kritisiert und eine getrennte Ausbildung gefordert. Entsprechend positiv überrascht reagierte der Bund deutscher Kriminalbeamter (BDK) auf das laute Nachdenken Schröters. „Vor dem Hintergrund zunehmender Technisierung und globaler Bedrohungen ist eine fundierte Ausbildung mit Spezialkenntnissen immens wichtig“, sagte der BDK-Landeschef Riccardo Nemitz der MAZ. Die Kripo müsse eng mit der Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten. „Unsere Ergebnisse müssen stimmen. Darauf fußt die Anklage“, erklärte Nemitz.

Von Torsten Gellner

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