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Brandenburg Schulleiter fordern weniger Leistungskurse
Brandenburg Schulleiter fordern weniger Leistungskurse
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07:05 23.01.2017
Brandenburger Schüler sollen wieder weniger Leistungskurse besuchen müssen. Quelle: dpa
Potsdam

Die umstrittene Oberstufenreform soll in Teilen wieder rückabgewickelt werden. Das fordert die Vereinigung der Brandenburgischen Gymnasialschulleiter in einer Stellungnahme. Konkret fordern sie die Verringerung der Leistungskurse in den Abiturstufen von derzeit fünf auf zwei, so wie es vor der Reform von 2009 war. Außerdem sollen die Kurse künftig mit fünf statt mit vier Wochenstunden unterrichtet werden.

Damit würde die Leistungskurszahl auch wieder mit Berlin synchronisiert werden. 2010 hatten sich die beiden Länder auf gemeinsame Abiturprüfungen geeinigt. Später stieg die Mark jedoch nach Protesten von Eltern und Schülern wieder aus, weil diese sich benachteiligt fühlten. Denn die märkischen Leistungskurse wurden mit jeweils vier Wochenstunden gelehrt. Damit hatten die Schüler deutlich weniger Zeit, sich auf die Abi-Fächer vorzubereiten.

Ob Brandenburgs Bildungsministerium die Zahl der Leistungskurse wieder auf zwei reduziert, ist noch offen. Dass es handeln muss, steht seit vergangenem Herbst fest. Die Kultusministerkonferenz der Länder hatte den Rahmen für die Leistungskurszahl auf zwei bis maximal vier festgelegt.

Wolfgang Seelbach, Sprecher des Landeselternrates, schloss sich der Forderung der Gymnasialschulleiter an und forderte das Ministerium auf, zügig eine entsprechende Novelle vorzulegen. „Es wundert mich, dass das Ministerium hierfür so lange Zeit braucht.“

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Von Torsten Gellner