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Brandenburg Schulleiter schreiben Brandbrief an Minister
Brandenburg Schulleiter schreiben Brandbrief an Minister
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17:55 23.04.2016
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Potsdam

Mehr zeitliche Entlastung, höhere Bezahlung und Unterstützung bei der Verwaltungsarbeit: Schulleiter verlangen von Bildungsminister Günter Baaske (SPD) bessere Arbeitsbedingungen. „So wie bisher kann es nicht weitergehen. Gute Leitung einer Schule ist nicht zum Nulltarif zu bekommen“, heißt es in einem Brandbrief des Personalrats beim Schulamt Cottbus. In einer Personalversammlung haben die Schulleiter einen Forderungskatalog beschlossen. Es wird erwartet, dass sich dem auch die Personalräte der übrigen Schulämter anschließen.

Schulen sind mit Unternehmen vergleichbar

Die Schulleiter argumentieren, dass Schulen heutzutage mit kleinen und mittleren Unternehmen vergleichbar seien und professionell geführt werden müssten. Die Erwartungshaltung von Eltern, Schülern, Schulöffentlichkeit und Politik sei groß.

„Die Laufbahnen sind nicht attraktiv“: GEW-Landeschef Günther Fuchs. Quelle: dpa-Zentralbild

Der Forderungskatalog umfasst sieben Punkte. Für jede zusätzliche Aufgabe müssen eine personelle beziehungsweise zeitliche Entlastung erfolgen, heißt es. Es müsse sichergestellt werden, dass Schulleiter nicht mehr als zehn Lehrerwochenstunden unterrichten. Die Eingruppierung dürfe nicht unter der Besoldungsstufe A14 bei Leitern und A13 bei deren Stellvertretern erfolgen. Zudem fordern die Schulleiter Assistenten für Verwaltungsaufgaben und mehr Gestaltungsspielraum, etwa bei wesentlichen Personalmaßnahmen.

Brandbrief ist ein „Alarmsignal“

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) unterstützt den Vorstoß aus Cottbus. „Das ist ein landesweites Problem“, fasst der Landesvorsitzende Günther Fuchs die Missstände aus Sicht der Schulleiter zusammen. Den Brandbrief hält der Gewerkschafter für ein „Alarmsignal“. In Brandenburg seien etwa 150 bis 180 Leitungsposten vakant. „Wir können die Stellen nicht besetzen. Die Laufbahnen sind nicht attraktiv.“ Fuchs kritisiert, dass der Lehrerberuf allgemein in Brandenburg unattraktiv sei. Um dem Personalmangel zu begegnen, sei eine bessere Bezahlung nötig.

Von Bastian Pauly

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