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Schulzentren: Linke drängt SPD zu Gesetz

Gemeinschaftsschulen Schulzentren: Linke drängt SPD zu Gesetz

Längeres gemeinsames Lernen in Brandenburg – die Linke will die neue Schulform in einem novellierten Schulgesetz festschreiben. Kinder sollen ohne Schulwechsel an der Gemeinschaftsschule bzw. dem Schulzentrum ihren Abschluss machen können. Auch Abitur soll möglich sein. Die SPD ist dagegen – noch.

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Gemeinsames Lernen soll auch die Chancengleichheit erhöhen.

Quelle: dpa

Potsdam. Die Linke erhöht den Druck auf den Koalitionspartner SPD, die vereinbarten Schulzentren für ein „längeres gemeinsames Lernen“ auch im Schulgesetz festzuschreiben. „Wir wollen diese neue Schulform von Klasse 1 bis zur 13. Jahrgangsstufe“, sagte die bildungspolitische Sprecherin Kathrin Dannenberg. Anlass war das Ende einer Tour durch Schulen im Land. Besucht wurden neun Einrichtungen in fünf Kreisen sowie Potsdam. Es habe gegenüber einem längeren gemeinsamen Lernen eine große Aufgeschlossenheit gegeben. Angesichts des Bevölkerungsrückgangs in den ländlichen Regionen seien Schulzentren die beste Möglichkeit, gute Bildung möglichst nah am Wohnort der Kinder zu bieten.

Die Linke spricht weiter von der „Gemeinschaftsschule“, in der Koalition hatte man sich allerdings auf den SPD-Begriff „Schulzentrum“ geeinigt. Hauptstreitpunkt ist, wie lange das gemeinsame Lernen stattfinden soll. Die SPD will dies auf die Klassen 1 bis 10 begrenzen und fürchtet ein Aufweichen des Gymnasiums. Bildungsminister Günter Baaske (SPD) lehnt eine Änderung des Schulgesetzes ab. Darauf hatte er sich schon früh festgelegt. Er war vom Landtag beauftragt worden, bis zur Sommerpause ein „Konzept zur Stärkung von Schulzentren“ vorzulegen.

Die Linken-Politikerin Dannenberg sagte: „Uns ist allen klar: Wir werden die Gymnasien in Brandenburg nicht antasten.“ Diese sollten aber ermuntert werden, den Weg zur Gemeinschaftsschule beziehungsweise zum Schulzentrum zu gehen, weil sie von einem durchlässigeren Schulsystem durchaus profitieren könnten.

Mit ausgewählten Schulen soll es ab dem Schuljahr 2017/2018 eine Pilotphase von fünf Jahren geben. Schulen sollten die Möglichkeit haben, sich freiwillig zu Schulzentren zu entwickeln – Primar- und Sekundarstufe plus gymnasiale Oberstufe. Alle Schulabschlüsse sollen möglich sein. Diese Schulform ist zugleich eine inklusive Schule, in der behinderte und nicht behinderte Kinder zusammen lernen sollen.

Knackpunkt ist das Geld. Die Linke sagt, es müssten für die Bereitschaft, Schulzentren zu bilden, auch finanzielle Anreize geschaffen werden. Über die Höhe gehen die Meinungen weit auseinander.

Von Igor Göldner

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