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Schwedt: Flüchtlinge beenden Hungerstreik

Unmut über Unterkunft Schwedt: Flüchtlinge beenden Hungerstreik

Sie haben sich einen Tag lang geweigert zu essen. Am Dienstag haben die Flüchtlinge in der Unterkunft in Schwedt/Oder ihren Hungerstreik beendet. Mit der Aktion wollten sie auf die schlechten Bedingungen in ihrer Unterkunft aufmerksam machen. Sie konnten sich Gehör verschaffen.

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Dieses Bild zeigt Flüchtlinge, die in der Erstaufnahmestelle in Eisenhüttenstadt leben.

Quelle: dpa-Zentralbild

Schwedt/Oder. Die Flüchtlinge in einer Notunterkunft in Schwedt/Oder (Uckermark) haben ihren Hungerstreik beendet. „Die Leute haben sich auf das Essen gestürzt“, sagte der Integrationsbeauftragte des Landkreises, Mazierullah Qaderi, der am Dienstagnachmittag mit den Menschen sprach. „Sie waren froh, dass sich jemand ihren Fragen gestellt hat.“ Mehr als die Hälfte der rund 150 Bewohner der Turnhalle hatte sich zwischenzeitlich an der am Montag begonnenen Aktion beteiligt. Grund war ihre Unzufriedenheit mit der engen Situation in der Unterkunft und der Qualität des Essens, das ein Caterer liefert, erzählte Qaderi.

Rund die Hälfte der Bewohner hatten sich am Hungerstreik beteiligt

„Nachdem am Montag eine kleinere Gruppe damit begonnen hat, hat sich inzwischen mehr als die Hälfte der rund 150 Bewohner der Aktion angeschlossen“, sagte die Sprecherin des Landkreises Uckermark, Ramona Fischer, am Dienstag. Sie bestätigte Medienberichte, wonach die Menschen mit der Dauer ihrer Asylverfahren und der Situation in der Turnhalle unzufrieden sind. Es fehle an Ruhe und Privatsphäre, das schüre Konflikte, hieß es.

Vermittlung durch den Integrationsbeauftragten hatte Erfolg

„Wir mussten die Notunterkunft im Dezember einrichten, weil wir nicht so schnell Gemeinschaftsunterkünfte bereitstellen konnten, wie uns Flüchtlinge zugewiesen wurden“, sagte Fischer. In den nächsten Wochen würden jedoch weitere Unterkünfte eingerichtet. „So hoffen wir, die Situation bald verbessern zu können.“

Der Integrationsbeauftragte des Landkreises, Mazierullah Qaderi, ist am Dienstagnachmittag gerufen worden, um mit den Flüchtlingen zu reden und nach Lösungen für ein Ende des Hungerstreiks suchen. Mit Erfolg.

Von dpa

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