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Sea Watch beklagt Attacke von libyscher Küstenwache

Rettungseinsatz im Mittelmeer Sea Watch beklagt Attacke von libyscher Küstenwache

Die Flüchtlingsinitiative Sea Watch hat am Freitag viele Tote nach einem „Überfall der Libyschen Küstenwache“ auf ein Sea-Watch-Rettungsboot gemeldet. Das von einem Brandenburger ins Leben gerufene Projekt berichtet von einem „brutalen Vorgehen“ und einer „Massenpanik“ bei den Flüchtlingen.

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Quelle: Sea-Watch

Potsdam. Wie die Flüchtlings-Initiative Sea Watch auf seiner Facebook-Seite mitteilt, hat die Libyschen Küstenwache am Freitag ein Schlauchboot der Initiative attackiert.

Wie der Verein mitteilte, sei die Attacke während eines Rettungseinsatzes geschehen. Demnach wurde ein vollbesetztes Schlauchboot der Hilfsorganisation Sea Watch geentert, die Migranten mit Stöcken geschlagen und die Helfer davon abgehalten, Rettungswesten zu verteilen und mit der Versorgung der Menschen fortzufahren, so der Verein auf Facebook.

Ein Überfall mit schrecklichen Folgen: „Durch das brutale Vorgehen der vermeintlichen Libyschen Küstenwache brach an Bord eine Massenpanik aus; alle 150 Insassen fielen ins Meer, eine zweistellige Zahl an Menschen ertrank“, heißt es weiter. Die Crew der Sea Watch habe vier Leichen geborgen; bewusstlose Menschen gerettet und über 100 Migranten auf das Schiff der Initiative gebracht.

Der Vorwurf ist hart: „Das Vorgehen der Libyschen Küstenwache hat zu dem Tod von vielen Flüchtenden geführt“. Man fordere „umgehend eine detaillierte Aufklärung dieser immensen Menschenrechtsverletzung“, schreiben die Helfer.

Die Initiative Sea Watch wurde 2015 von Harald Höppner ins Leben gerufen. Höppner, selbst zur Zeit der DDR in Brandenburg aufgewachsen, hatte das Schicksal der vielen Menschen die ihr Heil in der Flucht über das Meer ins Grübeln gebracht.

Mit ein paar Freunden wurde diskutiert und wenig später stand fest, dass man sich engagieren und den Flüchtlingen vor Ort helfen will. Seit dem Frühjahr 2015 ist der Verein nun im Mittelmeer im Einsatz.

Von MAZonline

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