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Security löst Massenschlägerei in Asylheim aus

Berlin-Lichtenberg Security löst Massenschlägerei in Asylheim aus

Am vergangenen Donnerstag ist es in Berlin-Lichtenberg zu einer Schlägerei in einer Unterkunft für Geflüchtete gekommen. 40 Menschen sind aneinander geraten und teilweise mit Holzlatten aufeinander losgegangen. Bisher ist man davon ausgegangen, dass Flüchtlinge den Wachschutz attackierten. Neue Erkenntnisse zeigen ein komplett anderes Bild.

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Quelle: dpa

Berlin. Eine Massenschlägerei in einer Notunterkunft in Berlin-Karlshorst ist neuen Erkenntnissen zufolge nicht von Flüchtlingen ausgelöst worden, sondern von Sicherheitsleuten. Das teilte der Betreiber der Turnhalle im Bezirk Lichtenberg - die SozDia Stiftung Berlin - am Dienstag mit. Nach Auswertung von Zeugenaussagen und einem Handy-Video „müssen wir davon ausgehen, dass die verbale und die körperliche Gewalt nicht von den Bewohnern, sondern von den Mitarbeitern der anwesenden Sicherheitsfirma ausgegangen ist“, hieß es. Bei der Schlägerei auch mit Kanthölzern waren am vergangenen Donnerstagabend der Heimleiter schwer sowie ein Polizist und ein Flüchtling leicht verletzt worden.

In der Mitteilung der Polizei vom 26. Februar hieß es noch: „Kurz nach Mitternacht alarmierten Sicherheitsbedienstete einer Unterkunft in der Treskowallee die Polizei, nachdem rund 40 Heimbewohner unter anderem mit Holzlatten und Kanthölzern auf diese losgegangen sein sollen. Als die Mitarbeiter einem stark alkoholisierten Flüchtling den Zutritt verweigerten, sei es zu der Auseinandersetzung gekommen, bei der der 32-jährige Heimleiter Gesichtsfrakturen erlitt und zur stationären Behandlung in eine Klinik kam.“

Die Stiftung teilte nun mit, ein Flüchtling habe den Heimleiter und andere Bewohner darüber informiert, dass er von Sicherheitsmännern geschlagen worden sei. Als diese das mitbekamen, drohten sie dem Heimleiter und den Bewohnern Konsequenzen an, falls sie den Fall bei der Polizei anzeigten, so die Stiftung.

Der Leiter rief die Polizei. Daraufhin hätten die Sicherheitsleute „die Situation weiter mit Handgreiflichkeiten und dem Werfen von Holzlatten eskaliert“. Einige Bewohner hätten die Provokationen aufgenommen, andere hätten versucht, zu deeskalieren. Der Leiter stellte sich zwischen die Konfliktparteien. Daraufhin - das belege das Video - habe ein Sicherheitsmann einen größeren Metallgegenstand geworfen, der den Heimleiter frontal getroffen habe. Danach seien alle an der Auseinandersetzung beteiligten Sicherheitsleute geflohen. Der Leiter liege immer noch im Krankenhaus.

Die Polizei äußerte sich zum Stand der Ermittlungen nicht. Der Vorfall werde noch untersucht, das Video und die Zeugenaussagen ausgewertet, sagte eine Sprecherin. Es hätten noch nicht alle Beteiligten befragt werden können. Die Flüchtlinge und die Sicherheitsleute hätten sich wechselseitig angezeigt.

Von MAZonline

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