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Brandenburg Senat macht Weg frei für digitale Fakultät
Brandenburg Senat macht Weg frei für digitale Fakultät
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18:49 24.11.2016
Sein Traum von der eigenen Uni wird wahr: Hasso Plattner Quelle: dpa
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Potsdam

Der Akademische Senat der Universität Potsdam hat auf seiner jüngsten Sitzung den Weg frei gemacht für die Errichtung einer neuen Fakultät namens „Digital Engineering“. Gebildet wird sie im wesentlichen aus dem bisherigen Hasso-Plattner-Institut (HPI). Das HPI ist bislang ein eigenständiges Institut an der Universität. „Mit diesem Schritt werden nicht nur inhaltlich, sondern auch organisatorisch ganz neue Wege beschritten“, sagt Uni-Präsident Oliver Günther. Zum ersten Mal würde damit an einer staatlichen deutschen Universität eine ganze Fakultät privat finanziert. Das HPI wird allein mit dem Privatvermögen des Software-Milliardärs Hasso Plattner unterhalten. Das Studium ist gebührenfrei. Im Zuge der Fakultätsgründung soll das HPI deutlich ausgebaut werden. Die bislang elf Professuren sollen verdoppelt werden.

„Digital Engineering“ wäre die sechste unter bislang fünf Fakultäten. Zu ihnen gehören die Juristische, die Philosophische, die Humanwissenschaftliche, die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche sowie die mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät. Letztere ist mit über 80 Professuren und fast 6000 Studierenden und Promovenden die weitaus größte Fakultät. Die „Digital Engineering“-Fakultät bliebe trotz Aufwuchs vorläufig die kleinste der dann sechs großen Abteilungen der Potsdamer Universität. Ihre Strahlkraft würde dennoch weit über das Land Brandenburg hinausreichen. Schon jetzt genießt das HPI weltweit den Ruf einer Elitenschmiede.

HPI-Gründer Plattner hatte schon im Sommer angekündigt, den bestehenden Studiengang Software-Systemtechnik um einen Masterstudiengang für digitale Gesundheitsvorsorge zu erweitern. Der 72-Jährige ist auch bereit, „das HPI deutlich über den jetzigen Rahmen hinaus zu fördern“. Bislang liegt die private Fördersumme für das Institut bei rund 200 Millionen Euro. Plattner kündigte im Juni ein „universitäres Exzellenzcenter“ für Software und deren Anwendungen an.

Von Rüdiger Braun

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