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Senftleben: Schuld an BER-Desaster ist die SPD

CDU-Parteitag Senftleben: Schuld an BER-Desaster ist die SPD

Auf dem CDU-Parteitag in Schönefeld hat Landeschef Ingo Senftleben die SPD scharf angegriffen. Sie trage die Hauptschuld für die Pannen und Pleiten am bisher nicht eröffneten Flughafen BER. Senftleben wurde am Sonnabend mit 88 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.

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Ingo Senftleben wurde am Sonnabend im Amt bestätigt..

Quelle: dpa

Schönefeld. Ingo Senftleben ist am Sonnabend im Amt bestätigt worden. Auf dem Landesparteitag der CDU erhielt der 42-jährige Landeschef 88,0 Prozent der Stimmen. Für ihn stimmten 172 Delegierte. 23 Delegierte stimmten mit Nein, 2 enthielten sich. Damit erhielt Senftleben rund zehn Prozentpunkte mehr Stimmen als 2015. In seiner Bewerbungsrede hatte er vor allem die SPD, die die rot-rote Regierung in Brandenburg anführt, scharf angegriffen.

Senftleben hat darin der SPD vorgehalten, die Hauptschuld für die Pannen und Pleiten am bisher nicht eröffneten Flughafen BER zu tragen. „Dieser Geisterflughafen steht in der Landschaft wie ein rotes Mahnmal des Versagens“, sagte Senftleben. Die früheren Aufsichtsratschefs des BER Klaus Wowereit, Matthias Platzeck und Michael Müller sowie Ministerpräsident Dietmar Woidke hätten sich „Hausverbot am BER“ verdient. Er habe kein Vertrauen mehr in die Verantwortlichen.

Senftleben, der seit 2015 Landesvorsitzender in Brandenburg ist, übte erneut scharfe Kritik an der Kreisreform. Regierungschef Woidke wolle das Land umbauen und gehe „mit der Abrissbirne über die Kreise und kreisfreien Städte hinweg“. Senftleben: „Wir wollen keine Kreisreform.“

Spitzenkandidat gegen Woidke?

Ingo Senftleben ist seit 2015 unangefochtener Parteichef der CDU in Brandenburg. Viele in der CDU trauen ihm auch zu, 2019 als Spitzenkandidat gegen SPD-Regierungschef Dietmar Woidke anzutreten.

Senftleben trat 1997 in die CDU ein und wurde ein Jahr später zum stellvertretenden Vorsitzenden der Jungen Union Brandenburg gewählt. Seit 1999 ist er Landtagsabgeordneter und seit 2005 im Vorstand des Landesverbands.

Bei den Landtagswahlen 2014 gewann Senftleben ein Direktmandat in seinem Wahlkreis Oberspreewald-Lausitz I. Der gelernte Maurer und Brückenbauer war nach der Landtagswahl auch an den Sondierungen mit der SPD beteiligt. Eine Regierungsbeteiligung scheiterte aber - was Senftlebens Vorgänger Michael Schierack zur Last gelegt wurde.

Innerhalb der CDU gilt Senftleben als Moderator, der die einst sehr zerstrittene Partei zusammenführt. Bildungs- und Familienpolitik zählen zu den Schwerpunkten des Familienvaters.

Von Igor Göldner

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