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Sexuelle Nötigung: Dolmetscher suspendiert

Erstaufnahme in Eisenhüttenstadt Sexuelle Nötigung: Dolmetscher suspendiert

Der Dolmetscher, der mehrere Frauen in der Asyl-Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) belästigt haben soll, ist vom Dienst suspendiert worden. Er soll unter anderem einer Frau an die Brust gefasst und einer anderen in den Arm geboxt haben. Gegen den Libanesen liegen zehn Anzeigen wegen sexueller Nötigung vor.

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Quelle: dpa

Eisenhüttenstadt. Nach Vorwürfen sexueller Belästigung in der Zentralen Erstaufnahme in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) ist ein Dolmetscher vom Dienst suspendiert worden.

10 Anzeigen gegen Libanesen

Gegen den Libanesen, einen Übersetzer, der in der Brandenburger Erstaufnahme für Flüchtlinge in Eisenhüttenstadt gearbeitet hat, liegen zehn Anzeigen wegen sexueller Nötigung vor. Das bestätigte ein Polizeisprecher am Freitag. Der Mann soll unter anderem einer Frau an die Brust gefasst haben. Die Polizei hatte bereits Ende Januar eine entsprechende Meldung veröffentlicht, über die auch in der MAZ zu lesen war.

DRK-Mitarbeiterinnen belästigt

Der Dolmetscher soll in Eisenhüttenstadt mehrere Frauen, die dort ehren- oder hauptamtlich für das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in der Flüchtlingsbetreuung tätig sind, verbal belästigt und unsittlich berührt haben. Als erste Reaktion auf diese Vorfälle hat die Zentrale Erstaufnahme den Tatverdächtigen mit einem Hausverbot belegt und ihm den Zutritt verweigert.

DRK soll Vorwürfe nicht energisch genug verfolgt haben

Jetzt tauchen Vorwürfe auf, der Betreiber der Erstaufnahme, das Deutsche Rote Kreuz (DRK), habe die Vorfälle nicht energisch genug verfolgt. Darüber hatte der RBB am Donnerstagabend berichtet.

DRK weist Vorwürfe zurück

Der Verband wies die Vorwürfe zurück, man habe das Geschehen vertuschen wollen. „Es gibt weder einen Anlass, noch besteht ein Interesse, Vorgänge zu vertuschen“, sagte DRK-Präsident Frank Hülsenbeck. Der Verband habe mit allen Mitarbeitern gesprochen und sei an der Aufklärung des Sachverhalts interessiert, hieß es.

Heimleitung reagiert erst im Januar

Laut RBB wisse das DRK bereits seit Oktober von den sexuellen Nötigungen des Übersetzers. Frauen hätten sich an Mitarbeiter gewandt, weil der Übersetzer sie mit Worten belästigte, in einigen Fällen auch übergriffig wurde. Erst im Januar kam es laut RBB-Bericht zu einer Reaktion. Als der Chef der Einrichtung, Frank Nürnberger, von den Berichten der Frauen erfuhr, erteilte er dem Übersetzer Hausverbot und brachte die Frauen in anderen Wohnheimen unter.

Asylbewerberin spricht von Vergewaltigung

Außerdem berichtet im Tagesspiegel eine junge Frau darüber, wie sie von anderen Asylbewerbern vergewaltigt worden ist. Sie sagt, dass es lange dauerte, bis man ihre Geschichte hören wollte. Außerdem wurde sie falsch über die Öffnungszeiten deutscher Behörden informiert. Sie beklagt außerdem, dass die Zimmer nicht abschließbar seien. So könne jeder ins Zimmer kommen. Die Frau, die aus Kenia nach Deutschland geflüchtet ist, behauptet, von zwei Männern vergewaltigt worden zu sein. Sie vermutet, dass die Männer aus einem islamischen Land stammen.

Von MAZonline

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