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Sie wird Brandenburgs neue Bildungsministerin

Landespolitik Brandenburg Sie wird Brandenburgs neue Bildungsministerin

Brandenburgs Bildungsminister Günter Baaske (SPD) hat völlig überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Er nannte dafür ausschließlich familiäre Gründe. Britta Ernst, seine Nachfolgerin, ist in der Bildungspolitik keine Unbekannte und die Frau eines prominenten SPD-Politikers.

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Britta Ernst.

Quelle: dpa

Potsdam. Britta Ernst wird Nachfolgerin des scheidenden Bildungsministers Günter Baaske (SPD), wie die Potsdamer Staatskanzlei am Dienstagvormittag bestätigte. Baaskes förmliche Entlassung und die Vereidigung der Nachfolgerin sind für die Landtagssitzung am Donnerstag vorgesehen.

Britta Ernst bringt einige Erfahrung mit. Sie war bis zum Sommer Bildungsministerin von Schleswig-Holsten. Damals wurde die rot-grüne Landesregierung abgewählt, die mit dem süd-schleswigschen Wählerbund koalierte, und Ernst verlor ihr Amt.

Auf Günter Baaske als Bildungsminister in Brandenburg folgt wohl Britta Ernst

Auf Günter Baaske als Bildungsminister in Brandenburg folgt wohl Britta Ernst.

Quelle: dpa

Ihr Ehemann: Olaf Scholz

Ihr Mann ist ebenfalls kein Unbekannter: Britta Ernst (56) ist mit Hamburgs erstem Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) verheiratet, der immer wieder auch genannt wird, wenn es um eine mögliche Nachfolge von SPD-Chef Martin Schulz geht.

Eine Pragmatikerin

Die nordische SPD unter Ralf Stegner gilt zwar als links. Das trifft Beobachtern zufolge nicht unbedingt auf Britta Ernst zu. Sie bezeichnet sich auch selbst als Pragmatikerin.

Beteiligt am Hamburger Schulfrieden

Bevor sie Ministerin war, gehörte sie mehr als zehn Jahre der Hamburgischen Bürgerschaft an, bestimmte dort die Bildungspolitik ihrer SPD-Fraktion. Sie spielte eine wesentliche Rolle beim Hamburger Schulfrieden, der zwischen CDU, SPD und Grünen im Jahr 2010 geschlossen wurde – nach heftigen bildungspolitischen Auseinandersetzungen in der Hansestadt. Der Pakt sah unter anderem kleinere Klassen und die Einstellung von rund 1000 Lehrern vor.

Sie hätte schon damals Bildungssenatorin werden können. Das hätte jedoch ein Geschmäckle gehabt – schließlich wäre ihr Ehemann Olaf Scholz dann zugleich ihr Chef gewesen.

Bildungsminister Günter Baaske tritt zurück

Von Torsten Gellner

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