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Sieben Jahre Haft: Verurteilter geht in Revision

Geistig Behinderten 14-Jährigen missbraucht Sieben Jahre Haft: Verurteilter geht in Revision

Ende Januar hatte das Landgericht Cottbus den 54-jährigen Taxifahrer Thomas W. aus Lübbenau wegen mehrfachen sexuellen Missbrauchs eines geistig behinderten Jungen zu sieben Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Nun geht der Verurteilte in Revision, wie das Landgericht Cottbus mitteilte.

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Der wegen Missbrauchs Angeklagte, Thomas W. (r), sitzt am 29.01.2016 mit seinem Verteidiger Wolfram Beck in einem Verhandlungssaal des Landgerichts Cottbus (Brandenburg).

Quelle: dpa

Potsdam.
Ein wegen des Missbrauchs eines geistig behinderten Jugendlichen Verurteilter wehrt sich gegen seine Gefängnisstrafe. Der Angeklagte legte Revision ein, wie das Landgericht Cottbus am Mittwoch mitteilte. Ende Januar hatte es gegen den 54-Jährigen eine Haftstrafe von sieben Jahren und drei Monaten verhängt. Der Mann hatte im Prozess zugegeben, sich über Monate an dem geistig behinderten 14-Jährigen vergangen zu haben und ihn im Sommer 2014 wochenlang in seiner Wohnung in Lübbenau (Oberspreewald-Lausitz) versteckt zu haben. Bei der dritten Visite fand die Polizei den Vermissten schließlich hinter einer Schrankwand im Schlafzimmer.

Sexuellen Missbrauch in 152 Fällen aufgelistet

Die Richter sahen im Wesentlichen die Anklage bestätigt, die neben Kindesentziehung sexuellen Missbrauch in 152 Fällen aufgelistet hatte. Demnach lernte der Kraftfahrer den Jungen über seine Tochter kennen. Er kam hin und wieder zum Computer spielen in die Wohnung. Auch sein Bruder war oft dabei. Im Schlafzimmer sei es dann zu ersten Übergriffen gekommen, erläutert der Vorsitzende Richter Christian Eicke. Über Monate sei das immer wieder vorgekommen, dann habe der Mann den Jugendlichen schließlich bei sich versteckt und erneut missbraucht.

Der 54-Jährige hatte zum Prozessauftakt im Oktober zugegeben, sich an dem Opfer vergangen zu haben. Der Richter sagte damals, dass der Mann seine Überlegenheit gegenüber dem geistig Behinderten ausgenutzt habe. Während der Taten sei er voll schuldfähig gewesen: „Er wusste, dass das, was er tat, nicht erlaubt ist“, so der Richter.

Das Gericht sah es auch als erwiesen an, dass der Mann seinen ehemaligen Pflegesohn missbraucht hatte. Das hatte der Angeklagte aber bestritten.

Von MAZonline

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