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Brandenburg Signal gegen Neonazi-Ideologien
Brandenburg Signal gegen Neonazi-Ideologien
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09:20 27.06.2013
Reinhard Führer, Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., befestigt am 26. Juni 2013 ein Schild zur Eröffnung der neuen Bildungs- und Begegnungsstätte seines Vereins in Halbe. Quelle: dpa
Halbe

An der bundesweit größten Kriegsgräberstätte in Halbe (Dahme-Spreewald) soll künftig jüngeren Generationen gezielt die Geschichte des Ortes vermittelt werden. Dafür hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gemeinsam mit Kommunen und dem Landkreis Dahme-Spree eine Bildungs- und Begegnungsstätte errichtet. Nach dreijähriger Bauzeit ist das Gebäude am Mittwoch offiziell eröffnet worden. Rund 1,1 Millionen Euro hat das Projekt gekostet, rund 400.000 Euro übernahm der Volksbund. „Wir wollen ein politisches Signal setzen”, sagte der Volksbund-Präsident Rainhard Führer.

In der Vergangenheit versuchten Neonazis immer wieder, den Friedhof etwa 60 Kilometer südöstlich von Berlin für ihre Ideologien zu missbrauchen. Der Waldfriedhof Halbe zeugt von den schrecklichen Stunden kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges: Mehr als 40.000 Menschen starben bei der Kesselschlacht von Halbe in den letzten Apriltagen 1945. Über 25.000 Gräber erinnern heute an die vernichtende Schlacht vor den Toren Berlins.

Der Missbrauch des Totengedenkens war mit Anlass für Komunen und Volksbund, einen Weg zu suchen, um angemessen an die Geschichte der Gräber zu erinnern. „Es war für uns unerträglich, das die Gefallenen, die ihre Pflicht getan haben, von Neonazis immer zu Helden stilisiert wurden”, sagte Verbandschef Führer. Der Nationalsozialismus habe den Menschen generell ohne Wert betrachtet und verheizt. „Wie man so ein System verherrlichen kann, kann ich nicht nachvollziehen”, meinte Führer. Für seinen Verband sei es wichtig gewesen, dem etwas entgegenzusetzen. In der Begegnungsstätte sollten junge Menschen erfahren, was Krieg bedeutet. „Er bedeutet immer Tod”, so Führer.

Das Gebäude, die Alte Schule, dient jedoch nicht nur der geschichtlichen Aufarbeitung: Auch der Bürgermeister hat dort sein Büro, zudem gibt es einen Gemeindesaal. Es wird an einer Ausstellung gearbeitet, die Biografien von getöteten Soldaten und Berichte von Zeitzeugen bieten soll. Basis bilden Dokumente des früheren Pfarrers des Waldfriedhofes, Erich Teichmann. dpa

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