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Polizei und Feuerwehr im Dauereinsatz

Silvester in Brandenburg Polizei und Feuerwehr im Dauereinsatz

Auch in diesem Jahr waren die Brandenburger Einsatzkräfte in der Silvesternacht im Dauereinsatz. Allein die Polizei rückte zu 560 Einsätzen aus, die Feuerwehr musste Dutzende Brände löschen. Zum ersten Mal sind Brandenburger bei Unglücken mit Feuerwerkskörpern gestorben, zahlreiche weitere Menschen wurden durch Böller verletzt, darunter Kinder.

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In Wittenberge brannten in der Silvesternacht zwei Mülltonnen in einem Hausflur.
 

Quelle: Michael J. Pfeiffer

Potsdam.  Die erste Nacht des Jahres wurde für die Einsatzkräfte des Landes eine besonders lange. Brandenburger Polizisten rückte in der Silvesternacht zu insgesamt 560 Einsätze aus, allein zwischen Mitternacht und 6 Uhr waren es mehr als 400 Einsätze. Das seien etwa so viele gewesen wie in den Vorjahren auch, sagte ein Polizeisprecher. Neben einer Vielzahl von Bränden und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz waren auch Körperverletzungen, Sachbeschädigungen und Beleidigungen Grund für einen Einsatz.

Schock nach Böller-Tod von zwei Brandenburgern

Zwei Brandenburger sind in der Nacht bei Unglücken mit Feuerwerkskörpern ums Leben gekommen. Die Polizei sprach von einer „erschreckenden Silvesternacht“. Tote durch Böller habe es in der Vergangenheit noch nie gegeben. In Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) explodierte ein mutmaßlich selbstgebauter Feuerwerkskörper und tötete einen 19-Jährigen. Woher die Böller stammen, ist noch unklar. Laut eines Polizeisprecher hatte dieser aber eine „wesentlich verstärkte Sprengkraft“. In Märkisch-Oderland starb ein 35-Jähriger.

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In Kleinmachnow ist am Silvesterabend ein 19-jähriger Mann durch einen selbstgebauten Böller ums Leben gekommen. Am Tag danach hat die Polizei Spuren am Tatort gesichert. Angehörige hielten am Abend eine Kerzenandacht ab.

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Zahlreiche Menschen wurden durch Böller verletzt. Darunter ein 11-jähriger Junge, der in Flecken Zechlin (Ostprignitz-Ruppin) mit einem Böller beworfen wurde. In Oranienburg wurde ein vierjähriges Mädchen durch Raketen verletzt. Eine Feuerwerksbatterie war dort im Wind umgekippt, die daraus abfeuernden Raketen trafen das Kind im Brustbereich. Das Mädchen kam mit Verbrennungen zweiten Grades in ein Krankenhaus. Auch in Neuruppin gab es einen Feuerwerksunfall mit bösen Folgen: Eine Rakete war horizontal über den Braaschplatz abgeschossen worden und traf eine 17-Jährige an der Hüfte.

Brände, Festnahmen, Schreckschusswaffen

Die MAZ hat in der Silvesternacht Polizei und Feuerwehr im Landkreis Oberhavel begleitet. Insgesamt 75 Einsätze verzeichnete die Wache in Oranienburg in dieser Nacht, von Brandstiftungen über Einbrüche, Ruhestörungen bis hin zu Körperverletzungen. Dass sich Alkohol nicht gut mit Feuerwerkskörpern verträgt, bewies ein 21-Jähriger in Velten. Er benutzte eine selbstgebaute Abschussvorrichtung, um seine Silvesterraketen zu starten. Weil diese nicht richtig funktionierte, flog eine Rakete in ein Wohnhaus und setzte dieses in Brand.

Feuerwehreinsatz in Velten.

Quelle: Julian Stähle

Dutzende Brände in der Region

Im ganzen Land musste die Feuerwehr zu Dutzenden Bränden ausrücken. In Dietersdorf (Ostprignitz-Ruppin) entzündete eine Silvesterrakete einen Dachstuhl.Einen größeren Brand mit acht Verletzten gab es in der Prignitz, hier haben Unbekannte zwei Mülltonnen in einem Hausflur angezündet.

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Im Flur eines Mehrfamilienhauses in der Perleberger Straße in Wittenberge brannte Silvester um 22.40 Uhr eine Mülltonne. Sieben Menschen wurden verletzt. Sie erlitten offenbar eine Rauchgasvergiftung. Auch in Perleberg brannte eine Mülltonne.

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Autofahrer überfährt Feiernden und flüchtet

Auch schwere Unfälle ereigneten sich in der Nacht zum Montag. In Spandau nahe der Grenze zu Falkensee (Havelland) beging der Fahrer Unfallflucht, nachdem er einen Feiernden überfahren hatte.

Von MAZonline

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