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Brandenburg Sinti-und-Roma-Denkmal in Berlin geschändet
Brandenburg Sinti-und-Roma-Denkmal in Berlin geschändet
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18:45 29.10.2015
Das Sinti-und-Roma-Denkmal in Berlin ist von Unbekannten geschändet worden. Quelle: dpa
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Berlin

In Berlin ist das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma geschändet worden. Unbekannte sprühten groß ein Hakenkreuz und den Schriftzug „Vergasen“ an den Eingang, wie die zuständige Denkmalstiftung am Donnerstag mitteilte.

Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, kündigte eine Strafanzeige wegen Volksverhetzung und des Aufrufs zur Gewalt an. Die Schändung zeige, dass Rechtsextremisten in der momentanen Krise die Gelegenheit sähen, den Geist Adolf Hitlers wieder neu zu beleben, erklärte er.

Die Schmierereien wurden inzwischen entfernt. Die Stiftung verstärkte eigenen Angaben zufolge die Sicherheitsmaßnahmen und erstattete Anzeige. Der Staatsschutz ermittle, teilte die Polizei mit. Stiftungsdirektor Uwe Neumärker verurteilte den Anschlag als „aggressiven Antiziganismus“.

Auch Politiker reagierten entsetzt. Der Grünen-Innenexperte Volker Beck nannte Sinti und Roma die großen Verlierer der migrationspolitischen Debatten über dem Westbalkan. Die Linken-Abgeordnete Ulla Jelpke rief dazu auf, nun umso stärker Solidarität mit den Flüchtlingen zu zeigen - auch mit jenen aus dem Westbalkan.

Die im Jahr 2012 eröffnete Gedenkstätte erinnert an die bis zu 500 000 Sinti und Roma, die von den Nationalsozialisten getötet wurden. Sie wird von der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas mit betreut.

Von MAZonline

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