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Brandenburg So feierten Brandenburg und Berlin die Einheit
Brandenburg So feierten Brandenburg und Berlin die Einheit
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09:54 04.10.2015
Festival der Einheit am 3. Oktobre 2015 in Berlin Quelle: dpa
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Berlin, Potsdam

Brandenburger haben am Sonnabend den Tag der Deutschen Einheit mit Festen und zahlreichen Veranstaltungen begangen. Vielerorts wurden in den Kommunen Volksfeste gefeiert: mit Bühnenprogrammen mit viel Musik, aber auch mit Märkten.

Woidke: Einheit ein Ergebnis harter Arbeit

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) vertrat das Land bei der zentralen Veranstaltung des Bundes in Frankfurt/Main mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). 25 Jahre Einheit sei eine beeindruckende Leistung aller Deutschen, sagte er im Vorfeld. Es sei ein Ergebnis harter Arbeit, unglaublichen Engagements, aber auch mitunter zähen politischen Ringens gewesen. "Das sollten wir alle nicht vergessen", betonte er.

Vielerorts Feiern

In Kyritz (Ostprignitz-Ruppin) wurde in der Innenstadt ein Fest gefeiert. Großer Andrang herrschte den ganzen Tag über in der Brandenburger Landesvertretung in Berlin. Besucher konnten sich in dem architektonisch eindrucksvollem Gebäude in den Ministergärten umschauen. Zudem war das Kulturland Brandenburg mit Handwerkern wie Keramikern, Spinnern, Imkern und Gärtnern zu Gast. Sie stellten ihre Berufe vor und boten ihre Produkte an.

In Cottbus lockte ein historisches Fahrzeugtreffen Besucher an. In Ribbeck (Havelland) wurde in der Kirche ein Gottesdienst gefeiert. Unterwegs waren auch Mitglieder der Landesregierung: Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) war beispielsweise auf der Rennbahn Hoppegarten (Märkisch-Oderland) beim 25. Preis der Deutschen Einheit dabei.

"Festival der Einheit" in Berlin

Viele Brandenburger, Berliner und Touristen strömten am Samstag zum "Festival der Einheit" am Brandenburger Tor. Bei einer Jubiläumsfeier am Reichstag mahnte Bundestagspräsident Norbert Lammert, die deutsche Einheit und das Zusammenwachsen Europas nicht als Selbstverständlichkeit zu sehen. Zu dem Festakt des Bundestages kam auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Lammert: "Glücklichere Zeiten gab es in Deutschland nie"

"Glücklichere Zeiten gab es in Deutschland nie", sagte der Bundestagspräsident am Samstagabend. "Aber wir alle sollten heute nicht für selbstverständlich halten, was wir jahrzehntelang für ausgeschlossen gehalten haben." Deutschland sei Vorbild und Zufluchtsort für viele, und für manche sogar ein Sehnsuchtsland, unterstrich Lammert mit Blick auf die nach Deutschland kommenden Flüchtlinge. Daraus sei eine besondere Verantwortung entstanden, der mit Selbstbewusstsein und Augenmaß Rechnung getragen werden müsste. Das Glück der Einheit sollte Ermutigung sein, neue Herausforderungen anzugehen.

Feuerwerk auf dem Festival der Einheit in Berlin.

Festmeile wegen Überfüllung geschlossen

Die Festmeile am Brandenburger Tor musste wegen Überfüllung teilweise geschlossen werden. S-Bahnzüge hielten nicht mehr am Wahrzeichen Berlins. Imbiss- und Getränkebuden waren umlagert. Dicht an dicht standen die Menschen an der großen Bühne. "Alles ist friedlich, es herrscht Volksfest-Atmosphäre. Das ist ein großes, friedliches Fest", sagte ein Polizeisprecher.

Bei dem "Festival der Einheit" ist am Abend noch die Rockband Revolverheld aufgetreten. Nur wenige hundert Meter weiter stieg auf dem Platz der Republik am Reichstag zum Abschluss des Bundestags-Festaktes ein Feuerwerk in den Abendhimmel. Auf der Wiese vor dem Reichstag hatten es sich bereits am Nachmittag zahlreiche Menschen bequem gemacht.

Gauck: Flüchtlingskrise größere Aufgabe als die Einheit

Bei der zentralen Einheitsfeier in Frankfurt sagte Bundespräsident Joachim Gauck, die Integration Hunderttausender Flüchtlinge sei eine noch größere Aufgabe als die deutsche Wiedervereinigung. Das Staatsoberhaupt würdigte auch die Leistungen der DDR-Bürgerrechtsbewegung auf dem Weg zur Wiedervereinigung.
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Die zentrale Feier am Tag der Deutschen Einheit wird immer von dem Land ausgerichtet, das aktuell den Bundesratspräsidenten stellt. Berlin wurde in Frankfurt von Innensenator Frank Henkel (CDU) repräsentiert.

dpa

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