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So reagiert die Politik auf die Einigung im Schulstreit

Weg frei für Gemeinschaftsschulen So reagiert die Politik auf die Einigung im Schulstreit

Die Annäherung der SPD an die Linke zum Thema Gemeinschaftsschule kam überraschend. Die Reaktionen darauf sind bei den Politikern in Brandenburg unterschiedlich. Sie reichen von Erleichterung bis hin zu scharfer Kritik. Ob das „längere gemeinsame Lernen“ künftig Schulzentrum oder Gemeinschaftsschule heißt, ist dabei weniger relevant.

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Schüler lernen in einer Gemeinschaftsschule. Ein Bild, das es auch bald in Brandenburg geben könnte.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Die überraschende Annäherung der SPD an die Positionen der Linken beim „längeren gemeinsamen Lernen“ hat ein unterschiedliches Echo ausgelöst. Die Grünen begrüßten das gemeinsame Vorgehen der Koalitionsfraktionen. „Welchen Namen man dem Kind geben will, Schulzentrum oder Gemeinschaftsschule, ist letztlich nicht entscheidend“, sagte die Abgeordnete Marie Luise von Halem. Wichtig sei, dass das Thema „längeres gemeinsames Lernen“ vorankommt. „Es ist pädagogisch sinnvoll und gerechter als das frühe Aussortieren.“ Die CDU sieht das anders und lehnt jede Form einer Einheitsschule ab. Der Abgeordnete Gordon Hoffmann sprach von einer „chaotischen Bildungspolitik“ von Rot-Rot.

Bei den Linken herrschte indes Erleichterung über den Schwenk des Koalitionspartners, auch wenn der den Begriff „Gemeinschaftsschule“ablehnt. Die SPD versuchte am Donnerstag, die Einigung möglichst tief zu hängen. Das sei keine „Kursänderung“, erklärte Vize-Fraktionschef Thomas Günther und verwies auf den Koalitionsvertrag, in dem bereits Schulzentren vereinbart gewesen seien. Am Vortag hatte die bildungspolitische Sprecherin der SPD, Simona Koß, allerdings von einem „Zugeständnis“ an die Linken gesprochen. Beide Koalitionsfraktionen hatten sich geeinigt, bei der Schaffung von Schulzentren aufs Tempo zu drücken, mehr Anreize zu schaffen und auch Abiturklassen zuzulassen. Da hatte die SPD bisher auf die Bremse gedrückt.

Von Igor Göldner

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