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So reagiert die Politik auf die MAZ-Umfrage

MAZ-Brandenburg-Barometer So reagiert die Politik auf die MAZ-Umfrage

Das MAZ-Brandenburg-Barometer hat überraschende Zahlen geliefert – die AfD ist zur zweitstärksten Kraft im Land aufgestiegen, die CDU kämpft mit schwachen Werten, Ministerpräsident Woidke kann zufrieden sein. Am Freitag haben die Parteien die Umfrage bewertet. Bei der CDU übt man Selbstkritik, die AfD jubelt hingegen.

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Der Landtag in Potsdam.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Brandenburgs CDU macht den unionsinternen Streit auf Bundesebene für die derzeit schlechten Umfragewerte verantwortlich und sieht keinen Anlass zu einem Kurswechsel. „Wir erwarten, dass sich jetzt CDU und CSU endlich auf eine gemeinsame inhaltliche Linie verständigen“, sagte Generalsekretär Steeven Bretz. Umfragen seien Momentaufnahmen, an denen sich nicht der Kurs einer verantwortungsvollen Politik ausrichten könne. Ähnlich äußerte sich Parteichef Ingo Senftleben.

Senftleben sagte der MAZ: „Jeder

weiß, wofür ich stehe. Ich werde meine persönliche Überzeugung nicht aufgeben. Schnellschüsse, auch wenn sie populär erscheinen mögen, helfen uns nicht. Das würde uns langfristig schaden.

Wir können uns aber auch nicht hinstellen und sagen: Wir haben doch alles richtig gemacht. Ich glaube, wir müssen besser zuhören.“

Das MAZ-Brandenburg-Barometer

Wenn am Sonntag gewählt würde, wäre die AfD wäre zweitstärkste Kraft

Märker wollen mehr Handel mit Russland

Brandenburger empfinden Flüchtlinge als nicht störend

MAZ-Kommentar

Die AfD ist keine Eintagsfliege

Hintergrund ist das aktuelle Brandenburg-Barometer, das Forsa im Auftrag der MAZ erstellt hat. Im Sogwind der Wahlen von Mecklenburg-Vorpommern und Berlin käme die AfD derzeit auf 20 Prozent und wäre damit erstmals zweitstärkste Kraft. Sie läge hinter der weiterhin klar führenden SPD mit 30 Prozent. CDU und Linke kämen jeweils auf 17 Prozent. Für die Grünen würden 6 Prozent stimmen. Die FDP erreicht 4 Prozent.

CDU-Chef Ingo Senftleben

CDU-Chef Ingo Senftleben.

Quelle: dpa-Zentralbild

AfD sieht sich bestätigt, SPD besorgt um CDU

Die AfD sieht sich in ihrer Rolle als Oppositionsfraktion im Landtag bestärkt. „Die AfD wird von den Bürgern als führende Opposition im Land angesehen“, sagte Parteisprecher Kai Gersch. Das Umfrage-Ergebnis sei Ausdruck des Wunsches vieler Bürger nach politischer Veränderung. Allerdings zeigt sich die Mehrheit der Befragten durchaus mit der Arbeit von Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) und der rot-roten Koalition zufrieden.

„Wer stabile Verhältnisse will, ist bei der Brandenburger Sozialdemokratie richtig“, sagte SPD-Generalsekretärin Klara Geywitz. Bedrückt zeigte sie sich vom starken Abschneiden der AfD. „Leider gelingt es dieser Partei aktuell, in einigen Teilen der Bevölkerung Ängste zu schüren und Hass zu verbreiten“, so Geywitz. Sorge bereitet ihr z auch das schlechte Ergebnis der CDU, wohl auch, weil die CDU ein potenzieller Regierungspartner nach der Landtagswahl im Herbst 2019 ist. „Die CDU braucht einen Neustart als konstruktive Opposition“, sagte sie.

Linke und Grüne sind ganz zufrieden

Linken-Sprecherin Anja Mayer ist mit den 17 Prozent ihrer Partei zufrieden, spricht von einem „stabilen Wert“, zumal sich die Parteienlandschaft in Brandenburg und im Bund derzeit verändere. „Wir setzen Zuversicht und Mut gegen Angst und Machtlosigkeit“, sagte sie. Nur so könne Vertrauen zurück gewonnen und dem „braun-blauen Spuk der AfD Einhalt geboten werden“.

Für die Grünen sind die stabilen sechs Prozent Beleg für eine inzwischen feste Stammwählerschaft. „Zudem verzeichnen wir aktuell wieder einen Anstieg der Mitgliederzahlen“, erklärte Parteichef Clemens Rostock. Rostock sieht gute Chancen, dass seine Partei im kommenden Jahr zwei Brandenburger in den Bundestag entsenden kann. Derzeit sind die märkischen Grünen mit der Klimaexpertin Annalena Baerbock vertreten.

Von Torsten Gellner

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