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Brandenburg So schützen Sie sich vor Einbrechern
Brandenburg So schützen Sie sich vor Einbrechern
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23:05 11.10.2017
Besonders in der dunklen Jahreszeit treiben Einbrecher ihr Unwesen.  Quelle: dpa
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Potsdam

 Mit Beginn der dunklen Jahreszeit steigt die Zahl der Einbrüche wieder an; allein in den vergangenen sechs Jahren sind die Wohnungseinbrüche um mehr als ein Drittel deutschlandweit angestiegen. Wie man sich vor dem Einbruch ins eigene Zuhause schützen kann, darüber informiert regelmäßig auch die Polizeiinspektion Potsdam. Welche technischen Schutzmaßnahmen können ergriffen werden? Wie verhalte ich mich im Falle eines Einbruchs richtig?

„Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit, nehmen die Einbrüche wieder zu“, sagt Alexander Gehl. Der Polizeihauptkommissar weiß, dass vor allem Kellereinbrüche ein großes Problem sind.

Viele Menschen machen sich zu wenig Gedanken

Wer sich unsicher ist, ob sein Zuhause ausreichend geschützt ist, der kann sich ebenfalls an die Polizei wenden. Die Beamten geben dann Empfehlungen, wie das Haus oder die Wohnung noch besser geschützt werden kann. „Es ist ganz unterschiedlich, wie gut oder schlecht die Menschen ausgerüstet sind – je nach Geldbeutel und Angstfaktor“, sagt Gehl. Allerdings würden sich leider noch immer zu wenig Menschen um ihre eigene Sicherheit machen – bis es dann zu spät sei.

Fragen und Antworten zum wachsenden Problem:

Wie viele Einbrüche gab es im vergangenen Jahr?

Im Jahr 2015 wurden mehr als 167 000 Einbrüche und Einbruchsversuche polizeilich registriert - ein Anstieg um rund 10 Prozent.

Wann, wie und wo finden Einbrüche statt?

Nicht in der Nacht, sondern am hellen Tag passieren die meisten Einbrüche. Die Täter suchen sich leicht zu erreichende Fenster und Fenstertüren und brechen mehrheitlich zwischen 10 und 18 Uhr ein. Die Stadtstaaten sind besonders stark betroffen: Bremer werden mehr als zehnmal so oft Opfer eines Einbruchs wie Thüringer.

Was hindert Einbrecher daran, in die Wohnung zu gelangen?

Bei 42,7 Prozent der versuchten Einbrüche gaben die Diebe erfolglos auf. Meist versuchen sie höchstens fünf Minuten lang, eine Wohnung zu knacken. Einbruchhemmende, abschließbare Türen und Fenster, solide Beschläge und Schließzylinder tragen dazu bei, die Wohnung sicherer zu machen. Die Sicherheitsbranche verzeichnete daher 2015 Zuwächse in allen Bereichen, mit 7,4 Prozent mehr Umsatz bei Alarmanlagen und 5,1 Prozent mehr bei Videoüberwachung als im Vorjahr.

Wie viel wird gestohlen?

Die Versicherungen ersetzten 2015 nach eigenen Angaben Schäden in durchschnittlicher Höhe von etwa 3300 Euro.

Wer sind die Einbrecher?

Fast jeder zweite Tatverdächtige kommt aus derselben Gemeinde. 85 Prozent sind Männer, oft zwischen 30 und 40 Jahre alt. Die Aufklärungsquote ist allerdings im Verhältnis zu anderen Verbrechen sehr gering. Nur in 15,2 Prozent der Fälle kann die Polizei einen Täter ermitteln.

Was sind die Konsequenzen eines Einbruchs?

Eine der gravierendsten Folgen ist die gefühlte Unsicherheit und Hilflosigkeit in den eigenen vier Wänden. Fast jeder zweite Betroffene berichtet davon. Das Bedürfnis der Opfer nach Gerechtigkeit kann die Justiz allerdings nur selten stillen. Laut einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen wird nur in 2,6 Prozent der Fälle der Täter auch verurteilt.

Von MAZonline mit dpa

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