Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg So steuert der Staat die Steuer für den Weihnachtsbaum
Brandenburg So steuert der Staat die Steuer für den Weihnachtsbaum
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:24 21.12.2017
Diese Bäume werden alle die gleiche Steuerklasse haben. Nur ein paar Meter weiter könnten schon ganze andere Steuern erhoben werden. Quelle: dpa
Anzeige
Potsdam

Dass das deutsche Steuersystem verrückt ist, zeigt sich besonders am Weihnachtsbaum. Wenn er – mit Kerzen und Kugeln geschmückt – friedlich im Wohnzimmer steht, merkt man nicht, dass sich der Fiskus für ihn gleich vier Steuerklassen ausgedacht hat. Klar ist die Sache bei dem von nüchternen Zeitgenossen bevorzugten Plastikbaum. Für ihn werden 19 Prozent Mehrwertsteuer fällig.

Die geringste Steuer – pauschal 5,5 Prozent – fällt an, wenn der Naturbaum irgendwo im Wald geschlagen wurde. Dann ist er nämlich ein forstwirtschaftliches Produkt. Das ist der Baum allerdings nicht mehr, wenn er in einer Großkultur speziell fürs Fest gezüchtet wurde. Vater Staat ist dann mit 10,7 Prozent dabei. Und jetzt wird’s kompliziert: Kauft man die gleiche Tanne im Baumarkt, gehen nur 7 Prozent ans Finanzamt, denn sie gilt dann als eine der dort üblicherweise angebotenen Pflanzen. Gärtnereien, die geschmückte Bäume verkaufen, müssen dem Kunden 19 Prozent Steuer berechnen, da eine gewerbliche Leistung dahinter steckt. Vorsicht: Auch steuerfreie Bäume aus dem Ausland könnten teuer werden.

Für Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke) ist das Ganze die „Anwendung der umsatzsteuerlichen Gesetzessystematik“. Na dann, frohes Fest.

Von Volkmar Krause

Für Freitagmorgen haben Piloten der irischen Billig-Fluglinie Ryanair einen Streik angekündigt. Das wird auch auf den Flughafen Schönefeld Auswirkungen haben. Dort fallen sieben Flüge in den Streikzeitraum.

21.12.2017

Mit der ersten Wolfsverordnung betritt Brandenburg bundesweit Neuland. Doch was taugt das Regelwerk? Hätte es bei den Wolfsbegegnungen der vergangenen Wochen etwas geändert?

24.12.2017
Brandenburg Flüchtlinge in Brandenburg - Kein Abschiebestopp an den Feiertagen

Die Zahl der freiwilligen Ausreisen von Flüchtlingen übertrifft in Brandenburg deutlich die der Abschiebungen. 356 Menschen wurden bis Ende November abgeschoben. Einen Abschiebestopp über die Feiertage gebe es nicht, teilte das Innenministerium mit.

21.12.2017
Anzeige