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Brandenburg So viel Rente können Sie 2040 erwarten
Brandenburg So viel Rente können Sie 2040 erwarten
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12:09 13.11.2015
Die Rente 2040 in Brandenburg. Quelle: MAZ
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Potsdam

Um ein möglichst differenziertes Bild der Rentenentwicklung der nächsten 25 Jahre zu entwerfen, hat Prognos typische Erwerbsbiografien untersucht: eine Verkäuferin mit zwei Kindern, einen Elektroinstallateur und einen Lohnbuchhalter. So fließt in die Rentenprognose für Brandenburg mit ein, dass es biografische Brüche gibt, die über die Altersbezüge bestimmen.

Wer heute um die 40 ist, macht sich vielleicht noch nicht allzu viele Gedanken über seine Altersbezüge. Mancher könnte böse überrascht werden. Denn die Höhe des Einkommens allein entscheidet nicht über einen auskömmlichen Lebensabend.

Am Beispiel der Verkäuferin lässt sich ablesen, dass diese nach einer kurzen beruflichen Ausbildung mit 20 Jahren ins Berufsleben eintritt und bis zu ihrem 27. Lebensjahr einen langsamen Gehaltsanstieg erlebt. Bis zu ihrem 33. Lebensjahr bekommt sie zwei Kinder und nimmt Erziehungszeiten in Anspruch, arbeitet in Teilzeit. Erst mit Ende dreißig hat sie wieder ein Arbeitseinkommen, das über 60 Prozent des Durchschnittsgehaltes liegt.

Der typische Lebenslauf eines sogenannten Eckrentners

Ende 50 geht sie in Teilzeit und reduziert ihr Einkommen dadurch auf unter 60 Prozent des Durchschnittsgehalts. Ihr Rentenanspruch ist in Summe um 33 Prozent niedriger als der eines Eckrentners (Erklärung siehe oben), der in seinem Erwerbsleben 47 Entgeltpunkte erworben hat.

Apropos Eckrentner: Er taucht in den Diagrammen zu den typischen Lebensläufen auch auf: als graue Linie. Sie zeigt das Durchschnittsgehalt, das dieser Modellrentner Zeit seines Lebens verdient hat.

Beispiel Elektroinstallateur: Im Bundesdurchschnitt bekommt er eine Rente von 1456 Euro. Im regionalen Vergleich liegt seine Rente zwischen 1284 Euro (Potsdam) und 1322 Euro (Prignitz).

Was ist ein Eckrentner

Der Eckrentner (auch Standardrentner genannt), der bei Rentenberechnungen häufig auftaucht, ist eine für Vergleichszwecke erfundene Person. Er hat 45 Jahre gearbeitet, durchschnittlich verdient und in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt, bevor er mit 65 Jahren in Rente geht. Das Verhältnis der Rente dieser Vergleichsperson zum aktuellen Durchschnittseinkommen beziffert das Rentenniveau. Der Eckrentner bekommt heute knapp 70 Prozent des letzten Nettoverdienstes als Rente. Im Jahr 2030 werden es nur 67 Prozent sein.

Doch wer hat heute noch so eine Erwerbsbiographie? Die meisten Menschen liegen bereits jetzt unter 70 Prozent. Entweder lagen sie unter dem Durchschnittsverdienst, waren zeitweise arbeitslos oder fielen wegen Kinderbetreuung aus. Auch wer eher in Rente geht, muss mit Abschlägen rechnen. Verabschiedet sich jemand im Alter von 60 Jahren aus dem Berufsleben, bekommt er 18 Prozent weniger Rente im Monat. Bei einem Renteneintrittsalter von 63 beträgt der Abschlag immerhin noch 7,2 Prozent.

Die Senkung des Rentenniveaus von 70 auf 67 Prozent scheint gering, sie ist es aber nur auf den ersten Blick. Denn im Jahr 2030 wird das Nettoeinkommen anders berechnet. Bei gleicher Rechnung ergäben sich nur 64 Prozent.

Jüngere Arbeitnehmer werden z. B. wegen längerer Ausbildungszeiten oder gar längerer Arbeitslosigkeit eine geringere Lebensarbeitszeit als 45 Jahre erreichen. Sie haben daher eine noch geringere Altersrente zu erwarten. Ihre Versorgungslücke im Alter wird also wesentlich höher sein.

Die Grafiken zeigen überraschende Entwicklungen

Dem wird die jeweilige Kaufkraft in der Region gegenübergestellt – also unter Berücksichtigung der regionalen Lebenshaltungskosten wie Miete, Energie- und Lebensmittelpreise.

Hier liegt vielleicht für manchen die größte Überraschung. Die tatsächliche Kaufkraft eines Elektroinstallateurs liegt in der Prignitz bei 1480 Euro, weil dort die Lebenshaltungskosten niedriger sind. Seine Rente „steigt“ dort also im Jahr 2040, während sie im vergleichsweise teuren Potsdam bei 1206 Euro liegt und damit deutlich weniger wert ist

Von MAZonline

Darüber, wie die Rente sich in den kommenden Jahren entwickeln und was sie dann wert sein wird, kann man nur schwer eine Prognose wagen. In einer Studie wird dies nun versucht. Sie beantwortet Fragen zur Rentenentwicklung bis zum Jahr 2040 und sagt, wie sich die Bezüge je nach Wohnort entwickeln. Es gibt eine halbwegs gute Nachricht. Und viele nicht so gute.

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