Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Soll es einen Volksentscheid zur Kreisreform geben?

MAZ-Umfrage Soll es einen Volksentscheid zur Kreisreform geben?

Die am Mittwoch vorgestellte Kreisgebietsreform war ein Paukenschlag: Aus bisher 14 Landkreisen werden neun, von den vier kreisfreien Städten behält nur Potsdam den Status. Aus vielen Kreisen kommt Kritik, die Gegner wollen notfalls bis zum Volksentscheid gehen. Bereits 3500 MAZ-Leser haben dazu abgestimmt. Und was meinen Sie?

Voriger Artikel
Dieser Schmetterling bedroht Pflanzenbestand
Nächster Artikel
Wölfe reißen in der Lausitz 32 Schafe


Quelle: dpa

Potsdam. Brandenburgs Regierungskoalition ist sich über die Zukunft des Landes einig. Geht es nach Rot-Rot, werden aus 14 Landkreisen und vier kreisfreien Städten künftig neun Kreise und eine kreisfreie Stadt.

> Das sollen die neuen Landkreise sein

Im Norden und Süden entstehen Megakreise, in denen sich flächenmäßig das Saarland verstecken könnte. So groß wie die neuen Kreise werden sollen, so groß ist auch der Frust. Die Pläne der Regierung seien „bürgerfern“, „willkürlich“ und „dogmatisch“, entrüsten sich Kommunalpolitiker des Landes.

> Ein Überblick über die Reaktionen zur Kreisreform

Nun formiert sich offener Widerstand gegen die Kreisgebietsreform. Der Cottbuser Oberbürgermeister, Holger Kelch (CDU), droht mit einer Verfassungsklage, falls Cottbus tatsächlich den Status der kreisfreien Stadt einbüßen sollte. Der Cottbuser Oberbürgermeister und seine Amtskollegin Dietlind Tiemann (CDU) aus Brandenburg/Havel bekräftigten ihre Unterstützung für eine Volksinitiative gegen die Reform.

Auch bei den MAZ-Lesern sorgt das Thema für kontroverse Diskussionen.

Reaktionen der MAZ-Leser

Thomas Müpunkt: „Im Grunde hat Brandenburg ja auch lange gewartet. Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt haben längst solche Großkreise, wie sie hier entstehen sollen. In westlichen Bundesländern gibt es so eine Struktur auch.“

Bea Bel: „Größere Strukturen bedeutet nicht automatisch mehr Effizienz. Es wird erstmal für eine (lange?) Übergangszeit mehr Geld, mehr Personal, mehr Aufwand benötigt, um alle Prozesse bei der Zusammenlegung zu vereinheitlichen.“

Andreas Heising: „Der ganze Unsinn zeigt, dass die verantwortlichen Politiker keine Ahnung von den Realitäten haben. Es gibt nicht einen Beweis für Kosten- und Personaleinsparung. Im Gegenteil, die Bürokratie wird intensiviert und bekommt obendrauf auch noch längere Wege für die betroffenen Bürger. Zusammenfassung: undemokratisch und nutzlos.“

Eckhard Voigt: „Es gab Zeiten, da wurde von einer Verschlankung der Verwaltung gesprochen. Auch von denen, die die Kreisgebietsreform jetzt nicht wollen. Nun werden Vorschläge unterbreitet und schon wird dagegen gewettert. Ich habe noch keinen Kommentar gelesen, der sich mit positiven Auswirkungen beschäftigt. Reformen werden doch durchgeführt, um etwas Positives zu erreichen oder sollte ich mich da so irren?“

Weitere Reaktionen auf www.facebook.com/MAZonline

Umfrage zum Volksentscheid

Bei der MAZ-Umfrage haben sich von rund 3500 Lesern (Stand: 14.20 Uhr) 60 Prozent für einen Volksentscheid ausgesprochen. Hier können Sie weiterhin abstimmen:

Sollte es zur Kreisreform in Brandenburg einen Volksentscheid geben?

Sollte es zur Kreisreform in Brandenburg einen Volksentscheid geben?

Wie sollen die neuen Kreise bloß heißen?

Noch keine Vorschläge liegen für die künftigen Namen der Kreise auf dem Tisch. Was meinen Sie, wie sollen die Monsterkreise heißen?

Schicken Sie uns Namensvorschläge zu den jeweiligen Nummern aus der oben stehenden Landkarte an leserbriefe@MAZ-online.de oder direkt auf der MAZ-Facebook-Seite.

Von MAZonline

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg